Neuer und alter Vorsitzender: Simon Orlando (l.) und sein Vorgänger Mathias Huber.
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Neuer und alter Vorsitzender: Simon Orlando (l.) und sein Vorgänger Mathias Huber.

Noch Geld für Zuschüsse übrig

Virtuelle Vollversammlung: Kreisjugendring wählt neuen Vorsitzenden

  • Alexandra Korimorth
    vonAlexandra Korimorth
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Der Kreisjugendring (KJR) hat in seiner virtuellen Vollversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Simon Orlando löst Mathias Huber ab. Und Orlando hat viel vor.

Landkreis – Der Kreisjugendring (KJR) hat in seiner virtuellen Vollversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Der bisherige Vorsitzende Mathias Huber hatte bereits vorab angekündigt, sein Amt nach sechs Jahren an der Spitze des KJR abzugeben. Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind übernahm es vorneweg, Huber, für seine Arbeit seit 2014 zu danken: „Du hast den Kreisjugendring und die Jugendarbeit im gesamten Landkreis Miesbach geprägt.“ Für die Jugendlichen sei die Coronazeit einschneidend gewesen, und der KJR habe hier hervorragende Arbeit geleistet, sagte Zangenfeind und bedauerte, dass die Jugendzentren bis zum 20. Dezember geschlossen seien.

Dann stieg die Versammlung in die übervolle Tagesordnung ein, die auch Punkte aus der abgesagten Frühjahrsvollversammlung beinhaltete. Das Gremium beschloss die Beendigung der Mitgliedschaften des EigenArt e.V. und des Motorclubs am Tegernsee. Der eine Verein war seit zwei Jahren inaktiv, der andere hatte im Februar 2020 seine Jugendgruppe aufgelöst. Dafür wurde einstimmig der Jugendförderverein Oberland in den KJR aufgenommen. Vorstand Sacha Dieterich hatte den zwei Jahre alten Verein, der sich der Alkohol- und Drogenprävention, vorgestellt.

Anschließend stellte KJR-Geschäftsführerin Silke Mann die Jahresrechnung vor. Sie zeigte, dass 2019 weit weniger Geld in die Jugendarbeit investiert wurde als geplant. Auffällige Abweichungen vom Soll war ein Plus von rund 63 000 Euro, das in den sieben zusätzlichen FSJlern begründet war, sowie ein Minus von 10 000 Euro für die ausgeschütteten Zuschüsse (55 000 Euro statt der geplanten 65 000 Euro) wie im JUZ, bei dem zwei Vollzeitstellen nicht rechtzeitig besetzt werden konnten. „Scheut euch nicht, Zuschüsse zu beantragen“, erklärte Mann. „Das Geld ist da. Wir würden es Euch gerne für Eure Projekte zur Verfügung stellen.“

2021 plant der KJR Ausgaben für neue Verleih-Pavillons und den 2020 ausgefallenen Kreisjugendleiterempfang. „Für Zuschüsse stehen 65 000 Euro bereit. Wir versuchen, Euch hier aktiv zu unterstützen, selbst bei durch Corona entstandenen Stornokosten“, versprach Mann.

Nachdem sich die neue Kommunale Jugendpflegerin Lena Metzger aus dem Landratsamt vorgestellt hatte, ließ Huber das zurückliegende Jahr Revue passieren. Insbesondere das im Coronajahr von der Staatsregierung erbetene Ferienprogramm für Kinder von Eltern, deren Urlaub im Sommer durch die Pandemie aufgebraucht war, hob er hervor: „Es war wichtig und gut, dass wir das gemacht haben“, sagte er mit Blick auf die „Ferien dahoam“, in denen 1200 Kinder an den Standorten Neuhaus, Holzkirchen und Miesbach betreut wurden. Ein dreiminütiges Video vermittelte die Vielfalt der über 200 Angebote. Sein Dank galt hier den Jugendleitern aller Vereine, aber auch der Jugendstelle.

Huber verwies zudem auf den neuen Bus des Tegernseer Jugendzentrum Planet X, der auch von anderen, dem KJR zugehörigen Vereinen für die Jugendarbeit mittels Verleihkalender ausgeliehen werden könne. Zudem erinnerte er an die Seifenblasenmaschine und die neue Bubble Soccer Arena inklusive Bällen, die für Veranstaltungen im kommenden Jahr zur Verfügung stünden.

Simon Orlando, der anschließend mit 40 von 40 Delegiertenstimmen zum Vorsitzenden gewählt wurde, kündigte für 2021 die Jugendleiterausbildungen im Bereich „Aufsichtspflicht“, „Fahrsicherheitstraining“, „Nachhaltigkeit“, Drogenupdate“ und „Spiele mit Abstand“, die Ferienfreizeit in Orbatello/Italien (11. bis 25. August) und ein neuerliches Online-Treffen zur gemeinsamen Planung cooler Events „Hinter der Maske“ (11. Dezember ab 19 Uhr) an. Dann beschlossen die Mitglieder noch, dass die Überschüsse aus dem Haushalt 2020, die dadurch entstanden, dass wegen der Corona-Maßnahmen extrem wenig Zuschüsse abgefragt wurden, unkompliziert ausgeschüttet werden. Ziel sei es, damit die Jugendarbeit im Landkreis auszubauen und gerade jetzt zu stärken.

Bei den Wahlen wurden Orlando, der mit digitalen Jugendzentren oder der U18-Wahl vorangehen und die Jugendarbeit im Landkreis weiter ausbauen möchte, Julian Dürr von der Weyarner Jugendgemeinschaft als Stellvertreter und als weitere Vorstandsmitglieder der verbandsfreie Maximilian Schmid, Isabell Lenhof (EJ), Hannes Kaußler (THW Jugend), Markus Weber (BSJ) und Geronimo Fuchs (BRK Schliersee) zu Seite gestellt. Als neue Rechnungsprüfer werden Christian Mittermaier (Tracht) und Markus Kober (Feuerwehr) fungieren.

Bei den Wahlen wurden Orlando, der mit digitalen Jugendzentren oder der U18-Wahl vorangehen und die Jugendarbeit im Landkreis weiterausbauen möchte, Julian Dürr von der Weyarner Jugendgemeinschaft als Stellvertreter und als weitere Vorstandsmitglieder der verbandsfreie Maximilian Schmid, Isabell Lenhof (EJ), Hannes Kaußler (THW Jugend), Markus Weber (BSJ) und Geronimo Fuchs (BRK Schliersee) zu Seite gestellt. Als neue Rechnungsprüfer werden Christian Mittermaier (Tracht) und Markus Kober (Feuerwehr) fungieren.

Huber lehnte es ab, als „Weitere Persönlichkeit“ in den Vorstand gewählt zu werden: „Wir hatten immer ein Miteinander. Wir haben oft polarisiert, aber immer eine Mitte gefunden“, sagte er rückblickend. „Ich werde auch in Zukunft mit dem KJR verbandelt bleiben.“ Er hieß Orlando als neuen Vorsitzenden willkommen. Der dankte seinerseits seinem Vorgänger. Von da an poppten in der Chatleiste nur noch Glückwünsche auf.

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