Volksfest to go, Miesbach, Seniorennachmittag, Warteschlange
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„An Guadn“: (v.l.) Bürgermeister Gerhard Braunmiller, Zweite Bürgermeisterin Astrid Güldner, Festwirt Anian Kurz, Sozialreferentin Hedi Schmid, Haberer-Vize Franz Mayer und Haberer-Vorsitzender Hans Weiß.
Volksfest to go, Miesbach, Seniorennachmittag, Warteschlange
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Die - auch wegen des Sicherheitsabstandes -  lange Warteschlange an der Hendl-Ausgabe.
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Die - auch wegen des Sicherheitsabstandes -  lange Warteschlange an der Hendl-Ausgabe.

1300 Gutscheine ausgegeben

Volksfest to go in Miesbach: Riesen-Andrang auf Gratis-Hendl für Senioren

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Trotz Corona-Auflagen mussten die Miesbacher Senioren nicht auf ihr Gratis-Volksfest-Hendl verzichten. Und sie kamen in großer Zahl.

Miesbach – Manch ein Wartender fühlte sich an seine Kindheit erinnert. „Das ist ja wie früher bei der Schulspeisung“, scherzte ein Senior, der sich in die Schlange vor der Hendl-Ausgabe an der Habererschupf in Miesbach eingereiht hatte. Bis zum Waitzinger Park reichte diese am Mittag zurück. Doch bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein verging die Zeit wie im Flug, und der verlockende Grillgeruch tat sein Übriges. Länger als 15 Minuten habe niemand warten müssen, teilten die Organisatoren dieses coronabedingt etwas anderen Seniorennachmittags auf dem „Volksfest to go“ mit.

Lesen Sie auch: Trotz abgesagter Feste: Miesbach freut sich auf Antn und Hendl to go

1300 Gutscheine hat die Stadt Miesbach an ihre Bürger ab 75 Jahren verschickt. Weil das Volksfest heuer wegen der Pandemie-Auflagen nicht stattfinden kann, verteilte Festwirt Anian Kurz das goldbraune Geflügel mit einer Semmel und einer Flasche Hopf-Weißbier an die Senioren. „Gerade in dieser Zeit war es uns wichtig, etwas für unsere älteren Bürger zu tun“, sagte Bürgermeister Gerhard Braunmiller, der seine Mittagspause mit einem Besuch am Hendl-Stand verbunden hatte.

Seniorenheime kommen auch nicht zu kurz

Am heutigen Dienstag und am morgigen Mittwoch baut Kurz seinen Grill dann noch beim AWO- und Vitanas-Seniorenheim auf. Insgesamt fast 400 Hendl spendieren die Haberer für die Bewohner, der Festwirt und sein Team bereiten sie kostenlos zu. Die Vorfreude sei groß, berichtet Haberer-Vize Franz Mayer. „Das sind die Leute, die mit am meisten unter den Corona-Einschränkungen leiden.“ Umso schöner sei es, die Stimmung von Volks- und Schupfenfest zu ihnen bringen zu können.

Und auch viele andere Miesbacher haben das „To go-Angebot“ gern in Anspruch genommen. Sämtliche Ant’n, Rollbraten und 1000 Hendl habe man in drei Tagen verkauft, erzählt der Festwirt. Auch der Ochs sei ein Renner gewesen. Weil der schon am Samstag verputzt war, habe man am Sonntag spontan noch eine Keule auf den Spieß gesteckt. Auch die Haberer sind mit der Zusammenarbeit zufrieden. Wenn ein Verein mit einem Profi-Gastronom zusammentreffe, würden beide viel voneinander lernen, sagt Mayer und fügt schmunzelnd hinzu: „Wobei wir uns schon mehr abgeschaut haben als umgekehrt.“ Das nächste Schupfenfest kann kommen – am liebsten wieder mit Biergarten. 

sg

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