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Abschied in Dankbarkeit: Der neue Vorstand des vhs-Kreisverbands mit Vorsitzender Sibylle von Löwis (2.v.r.), Schriftführer Patrick Mautry und Schatzmeisterin Johanna Musch (r.) überreicht der langjährigen Vorsitzenden Anna-Maria Stark einen Präsentkorb. Stark hat den Kreisverband zehn Jahre lang ehrenamtlich geleitet. 

Volkshochschulen im Landkreis: Lenkungskreis bereitet Zusammenschluss vor

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Die Volkshochschulen im Landkreis bereiten sich auf eine neue Organisationsstruktur vor. Bis Mitte 2019 soll der Plan vorliegen. Bereits jetzt gibt es eine neue Vorsitzende.

Landkreis – Eine neue Zeitrechnung zeichnet sich für die Volkshochschulen (vhs) im Landkreis ab. Um weiterhin staatliche Unterstützung für die Erwachsenenbildung zu erhalten, müssen sich die einzelnen Schulen zu einer größeren Einheit zusammenschließen (wir berichteten). Mitte 2019 soll feststehen, wie diese genau aussehen wird. Personell betrachtet hat die Erneuerung bereits jetzt begonnen. Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung des vhs-Kreisverbandes haben die Mitglieder ihre langjährige Vorsitzende Anna-Maria Stark verabschiedet. Zu Starks Nachfolgerin wählten sie einstimmig deren bisherige Stellvertreterin Sibylle von Löwis.

Zehn Jahre lang habe Stark den Kreisverband mit viel Herzblut geleitet, sagt Löwis auf Nachfrage unserer Zeitung. „Das war ihr Ding.“ Schon vor einiger Zeit habe Stark aber den Wunsch geäußert, ihr zeitaufwendiges Ehrenamt in neue Hände zu übergeben. Bei der Hauptversammlung ist diese Stabsübergabe nun offiziell erfolgt. Da auch die bisherige stellvertretende Vorsitzende Ingrid Versen nicht mehr zur Wahl angetreten ist, besteht der Vorstand des Kreisverbands nun nur mehr aus drei Personen: Schriftführer Patrick Mautry und Schatzmeisterin Johanna Musch stehen Löwis zur Seite.

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Die sieht den Kreisverband dennoch gut aufgestellt für die Vorbereitung auf die Neustrukturierung. Dies liegt vor allem am Lenkungskreis unter der Moderation von Kornelius Schlehlein. Mit dem Schatzmeister des Bayerischen vhs-Verbandes habe man einen ausgewiesenen Experten gewinnen können, schwärmt Löwis. Bis Juli 2019 werde Schlehlein mit den Bürgermeistern Johannes Hagn (Tegernsee) und Alfons Besel (Gmund) sowie Vertretern der Volkshochschulen Bayrischzell, Hausham, Holzkirchen-Otterfing, Miesbach und Tegernseer Tal konkrete Vorschläge zur Strukturreform erarbeiten. Zu klären ist dabei nicht nur die Rechtsform des neuen Verbundes, sondern auch dessen praktische Umsetzung. Auch wenn noch vieles offen ist: Das Personal soll laut Löwis „weitgehend erhalten bleiben“.

Dass es einen Zusammenschluss der Volkshochschulen im Landkreis braucht, ist schon länger bekannt. Wie berichtet, fördert der Bayerische vhs-Verband künftig nur noch Schulen ab einer bestimmten Größe finanziell. Stand heute würde nur die vhs Holzkirchen-Otterfing diese Anforderungen erfüllen. Gleiches gilt für das Qualitätsmanagementsystem, das die Volkshochschulen bis 2020 nachweisen müssen.

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Die ersten Beschlüsse zur Umsetzung der neuen Strukturen sind bereits gefallen. Die einzelnen vhs im Landkreis haben die Grundsatzentscheidung bereits getroffen. Kommunale Zusagen liegen aus Miesbach, Hausham, Bayrischzell, Gmund, Schliersee, Bad Wiessee, Tegernsee, Kreuth, Holzkirchen, Weyarn und Otterfing vor, und auch in Fischbachau hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen. Bei der außerordentlichen Hauptversammlung gab es nun auch ein einstimmiges „Ja“ von den Mitgliedern des Kreisverbands.

Bis auf Weiteres liegt das Heft des Handelns damit nun beim Lenkungskreis, der das volle Vertrauen der Vorsitzenden genießt. Kurzfristige Änderungen aufseiten des Kreisverbands plant Löwis daher nicht. „Wir werden diesen Weg gemeinsam beschreiten.“ Die Reise hat bereits begonnen.

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