Gemeinsam haben (v.l.) stellvertretender Kulturamtsleiter Max Kalup, Autorin Barbara Gerbl und Raiffeisenbank-Vorstandsvorsitzender Hansjörg Hegele die Geschichte vom Wolkenfisch realisiert.
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Gemeinsam haben (v.l.) stellvertretender Kulturamtsleiter Max Kalup, Autorin Barbara Gerbl und Raiffeisenbank-Vorstandsvorsitzender Hansjörg Hegele die Geschichte vom Wolkenfisch realisiert.

Kulturamt veröffentlicht „Luise und der Wolkenfisch“ von Barbara Gerbl

Ein Buch für Kinder vom Träumen und Hoffen

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Dass diese Geschichte als kleines Buch gedruckt wurde, hat einen einfachen Grund: Sie bewegt. Deshalb gibt es das gedruckte Werk nun gratis zu den Sommerferien für die Kinder in Miesbach und Umgebung.

Miesbach – Gut erzählte Geschichten – gerade für Kinder – gibt es viele, doch nicht jede schafft es, in Buchform zu erscheinen. Im Fall von „Luise und der Wolkenfisch“ hat Autorin Barbara Gerbl zunächst gar nicht an ein gedrucktes Buch gedacht. Auch die Geschichte war eigentlich gar nicht geplant gewesen. Aber durch Corona nehmen derzeit einige Dinge einen unerwarteten Lauf.

Die Geschichte dreht sich um die siebenjährige Luise, die unbedingt einen Fisch haben will – aber keinen bekommt. Bis sie den Wolkenfisch entdeckt. Es ist eine Erzählung über das Träumen und Hoffen, und dass man damit nie aufhören sollte. Was gewissermaßen auch für die Autorin gilt.

Denn am Anfang standen die Beschränkungen durch die Pandemie. Durch den Lockdown konnte die Kulturpädagogin aus Miesbach die Kurse in ihrem Atelier Farbenspiel, in denen sich Kinder künstlerisch-kreativ entdecken dürfen, nicht mehr fortsetzen. „Zuerst war ich in einer Schockstarre“, berichtet die 40-Jährige. Doch dann ging es los: „Ich habe den Kindern Kreativpakete vor die Haustür gelegt.“ Ein Wunsch blieb dennoch unerfüllt: Die Kinder wollten Gerbl wieder sehen – was natürlich so nicht ging.

„Luise und der Wolkenfisch“ heißt die Geschichte von Barbara Gerbl, die ab sofort bei der Raiffeisenbank im Oberland sowie im Rathaus, der Bücherei und im Waitzinger Keller gratis erhältlich ist.

Also erfand sie eine Geschichte, die sie mit eigenen Bildern illustrierte und als Video auf YouTube erzählte. Dass es um einen Fisch gehen sollte, war von Anfang an klar. „Denn der hat für Kinder eine einfache Form zum Malen.“

Abends legte Gerbl los, schrieb und malte, und die Geschichte entwickelte so eine Eigendynamik, dass sie die ganze Nacht durcharbeitete. Am Morgen war alles fertig. „Ich habe nicht aufhören können.“ Auch gedreht war das Video schnell – der erste Versuch reichte.

Die Resonanz war super. „Die Eltern und Kindern waren sehr berührt“, erzählt Gerbl, und auch sie selbst war glückselig. Und noch jemand war angetan: Kulturamtsleiterin Isabella Krobisch. Als sie das Video gesehen hatte, stand für sie sofort fest: Diese Geschichte soll es auch als kleines Buch geben. Ein Sponsor war mit der Raiffeisenbank im Oberland schnell gefunden – und so liegt nun „Luise und der Wolkenfisch“ in gedruckter Form vor, als kleines Heft zum Vor- und Selberlesen mit einer Auflage von 1500 Stück. Ein „Ferienzuckerl für Kinder“, bei dem alle, die es gelesen oder vorgelesen bekommen haben, auch mitmalen dürfen. Die Infos dazu befinden sich im Heft.

Dass man das Träumen und Hoffen niemals aufgeben sollte, belegt für Barbara Gerbl diese Geschichte. „Ich habe schon immer davon geträumt, ein Bilderbuch zu machen“, sagt sie. Nun ist es gelungen – Mitte Mai, mitten im Corona-Lockdown. „Das ist für mich selbst ein Riesengeschenk.“

Kostenlos zum Mitnehmen

liegt „Luise und der Wolkenfisch“ in Stadtbücherei, Kulturzentrum Waitzinger Keller und Rathaus aus sowie den Filialen der Raiffeisenbank in Weyarn, Irschenberg, Hausham und Miesbach.

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