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Zwei Damen an der Spitze: Den Musikfreunden Oberland stehen künftig Präsidentin Anna Kleeblatt (r.) und ihre Stellvertreterin Monika Reiser vor. Rudolf Maier-Kleeblatt zieht sich als Präsident zurück, bleibt aber künstlerischer Leiter des Freien Landestheaters Bayern.

Musikfreunde Oberland

Der Vorsitz bleibt in der Familie

Miesbach – Die Musikfreunde Oberland haben eine neue Präsidentin: Anna Kleeblatt übernimmt im Trägerverein des Freien Landestheaters Bayern (FLTB) den Posten, den bisher ihr Vater Rudolf Maier-Kleeblatt innehatte.

Maier-Kleeblatt tritt nach 25-jähriger Tätigkeit an der Spitze auf eigenen Wunsch ins zweite Glied zurück. Dennoch bleibt er Mitglied des Vorstands des Vereins mit Sitz in Miesbach und hält als künstlerischer Leiter des FLTB weiterhin die Fäden in der Hand.

Auch seine Tochter ist in diesem Metier schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Bereits als kleines Mädchen war die heute 37-Jährige Spielpartnerin von Tenor Jonas Kaufmann, der seit vielen Jahren auf den großen Bühnen der Welt auftritt. In der Bayerischen Staatsoper war die neue Präsidentin als Marketing-Leiterin tätig und unterrichtet inzwischen an der Musikhochschule in München im Master-Studiengang Kulturmanagement. Mit ihrem eigenen Consulting-Unternehmen berät Anna Kleeblatt zudem zahlreiche deutschsprachige Staatstheater, Festivals und Kultureinrichtungen in Organisations-, Finanzierungs- und Marketingangelegenheiten. Als Vizepräsidentin steht ihr Monika Reiser zur Seite, die in dieser Funktion auch bisher schon bei dem Verein tätig war.

Maier-Kleeblatt konnte bei seiner letzten Mitgliederversammlung als Chef der Musikfreunde Oberland noch stolze Zahlen präsentieren. „2014 wurde im Etat erstmals die Marke von einer Million Euro übersprungen“, sagte der scheidende Präsident erfreut. Im vergangenen Jahr erlöste der Verein für den professionellen Spielbetrieb des Freien Landestheaters zusätzlich rund 100 000 Euro mehr als im Jahr zuvor. „Damit gehört das FLTB zu den größten Privattheatern in Bayern“, erklärte Maier-Kleeblatt – eine stolze Entwicklung.

Mit 124 Vorstellungen in bayerischen Städten im Jahr 2015 und einer Gesamtauslastung von 86 Prozent könne man auch mehr als zufrieden sein, fügte Maier-Kleeblatt hinzu. Das Spektrum reichte dabei vom Ein-Mann-Kindertheater über Klassik für Schüler mit Kammerorchester bis hin zu aufwendigen Opern- und Musicalproduktionen mit bis zu 100 Mitwirkenden. Deren Premieren fanden allesamt im Waitzinger Keller in Miesbach statt, dem Stammhaus des FLTB.

Im März 2017 steht die nächste Neuproduktion auf dem Programm. Dann wird die Shakespeare-Komödie „Die lustigen Weiber von Windsor“ in der Opernfassung von Otto Nicolai aufgeführt.

hph

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