+
Ja wohin denn nun? Wir erklären das Schilderchaos.

Radler vs. Autofahrer

Wann Radwege benutzt werden müssen – und wann nicht

Landkreis - Die ATS arbeitet an ihrem Radverkehrskonzept. Ein Problem gibt's allerdings: Nämlich wenn Radler und Autofahrer aneinandergeraten. Das sind die Regeln.

Radfahrer und Autofahrer - das ist immer eine gefährliche Mischung - gerade wenn der Radlerherbst vor der Tür steht. Schon im Sommer gab's einige Zusammenstöße, die Teils blutig ausgingen. Während die ATS also daran arbeitet, den Landkreis zum Radler-Land auszubauen, haben wir uns einmal die Regeln angeschaut.

Gehweg: Diese Schilder-Kombination ist – vor allem innerorts – oft zu sehen. In bestimmten Fällen können die Behörden einen Gehweg für Radfahrer freigeben, wenn sie der Meinung sind, dass Radfahrer und Fußgänger gute Sichtverhältnisse haben und gut miteinander auskommen können. Radfahrer müssen hier allerdings in Schrittgeschwindigkeit fahren. Das bedeutet: Maximal sieben bis acht Stundenkilometer sind erlaubt. Es gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Radfahrer haben ein Wahlrecht: Sie können den Gehweg benutzen, müssen es aber nicht. Wenn das weiße Zusatzzeichen fehlt, ist Radfahren verboten.

Gemeinsamer Geh- und Radweg: Er kommt nach den nur selten in Betracht. Wenn, dann haben Radfahrer kein Wahlrecht: Sie müssen den Radweg benutzen, sofern sein Zustand es zulässt.

Radwege ohne Benutzungspflicht:

Ein Radweg ist baulich erkennbar, aber es steht nirgendwo ein Schild, das die Benutzung des Radwegs anordnet? In diesem Fall handelt es sich um einen Radweg ohne Benutzungspflicht. Radfahrer dürfen ihn benutzen, sie können aber auch jederzeit auf die Fahrbahn ausweichen. Andere Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger oder Autofahrer, dürfen den Radweg nicht benutzen, auch nicht zum Halten oder Parken.

Getrennte Geh- und Radwege: Teilt eine weiße Linie das Schild, dann bedeutet das, dass Radfahrer die eine Seite und Fußgänger die andere Seite des Weges benutzen müssen. Die Mindestbreite für den Radweg, der durch das Zeichen 241 gekennzeichnet ist, beträgt hier 1,50 Meter. Es besteht eine Benutzungspflicht.

Ein Fahrradstreifen soll den Schutz der Radfahrer verbessern. Er ist eine Option, wenn die Fahrbandbreite ausreichend ist. Radfahrer und Autofahrer können ihn benutzen, können es aber auch bleiben lassen.

Fahrradstraße: Sie ist ausschließlich für Fahrradverkehr vorgesehen, soll dessen Attraktivität steigern und Vorteile gegenüber dem Kraftfahrzeugverkehr schaffen. Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist hier erlaubt. 

pr

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Einbrecher flüchtet per Anhalter 
Er ist in ein Wohnhaus eingebrochen, hat einen Menschen verletzt und ist dann nach Miesbach geflüchtet. Trotz Fahndung mit Hubschrauber verliert sich dort die Spur.
Einbrecher flüchtet per Anhalter 
Polizeihubschrauber kreist
In Miesbach ist derzeit eine Fahndung der Polizei im Gange. 
Polizeihubschrauber kreist
Rotzfreche Diebe klauen Kinder-Fahrrad
Buchstäblich hinter dem Rücken von Mutter und Tochter haben unbekannte Diebe zugelangt: Sie klauten einem sechsjährigen Mädchen das Fahrrad.
Rotzfreche Diebe klauen Kinder-Fahrrad
Ozapft is in Wörnsmühl
Souverän hat Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner am Mittwochabend das erste Fassl Bier angezapft. Der Auftakt zum Feuerwehr-Jubiläum.
Ozapft is in Wörnsmühl

Kommentare