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Warten auf den Geldregen: Die Stadt will ihr Warmfreibad möglichst zügig sanieren, muss aber gleichzeitig abwarten, ob der Freistaat nicht doch noch ein Förderprogramm startet. Gespräche sollen helfen. 

„Es geht ja darum, sich in der Sache in Erinnerung zu bringen.“

Warmbad-Sanierung: Stadtrat will Kontakt zur Landtags-AG

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Im Landtag soll eine Arbeitsgruppe klären, ob ein Förderprogramm zur Sanierung maroder Freibäder sinnvoll ist. Das Gremium soll auch nach Miesbach eingeladen werden.

Miesbach – Wer finanzielle Unterstützung bekommen will, muss sich anstrengen. Das gilt auch auf politischer Ebene. Im vergangenen Sommer hatte die Miesbacher SPD ihren Landtagsabgeordneten Markus Rinderspacher ins baufällige Warmfreibad eingeladen, um dafür zu werben, dass der Freistaat nach vielen Jahren wieder die Sanierung öffentlicher Freibäder finanziell unterstützt. In der Folge gab es auch einen Ortstermin mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). All das war nicht erfolglos, denn mittlerweile hat der Landtag eine Arbeitsgruppe (AG) in Aussicht gestellt, die die Rahmenbedingungen für eine Sanierungsförderung kommunaler Freibäder prüfen soll.

Im Miesbacher Stadtrat hat Markus Seemüller (FW) unlängst den Vorschlag unterbreitet, jene Arbeitsgruppe vielleicht nach Miesbach einzuladen, um die Dringlichkeit an einem realen Beispiel zu belegen. In der jüngsten Sitzung fragte er nun nach bei Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU), ob bereits eine Kontaktaufnahme seitens der Stadt stattgefunden habe – die Rathaus-Chefin verneinte. „Ich halte das nicht für sinnvoll“, begründete Pongratz ihre Entscheidung. Mit Rinderspacher und Aigner habe man bereits zwei Landtagsmitglieder vor Ort gehabt. Man könne gerne hier unterschiedlicher Meinung sein, aber sie sehe nicht, was das noch bringen solle.

So einfach ließ Seemüller das Thema nicht auf sich beruhen und forderte eine Diskussion im Gremium, die umgehend einsetzte – und Seemüllers Standpunkt im Grundsatz unterstützte. Zwar gab Alfred Mittermaier (CSU) zu bedenken, dass die Arbeitsgruppe kaum zum Arbeiten komme, wenn sie 100 Bäder besichtige, doch die übrigen Redner stellten fest, dass das Besuchsangebot nicht schaden könne.

„Man macht damit ja nichts kaputt“, hielt Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FW) entgegen. Mit Blick auf die Übergabe der noch laufenden Online-Petition regte Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD) an, dazu nicht nur Ministerin Aigner einzuladen, sondern auch Vertreter der Arbeitsgruppe. Und Verena Assum (CSU) schlug vor, neben einer Einladung nach Miesbach auch ein Gespräch im Landtag anzubieten.

Für Badreferent Erhard Pohl (CSU) sind alle Ansätze hilfreich. „Was nicht schadet, kann man machen“, stellte er fest. „Es geht ja darum, sich in der Sache in Erinnerung zu bringen.“ Deshalb sei Seemüllers Vorstoß auf jeden Fall hilfreich. Pongratz nahm dazu keine Stellung mehr.

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