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Eine Mappe für die Ministerin: Bernhard Heidl (vorne r.), Vorsitzender des Warmbad-Fördervereins, übergibt 1094 Unterschriften an Vize-Ministerpräsidentin und Stimmkreis-Abgeordnete Ilse Aigner. Zeugen der Übergabe: die Fraktions-Chefs im Stadtrat (v.l.) Manfred Burger (Grüne), Paul Fertl (SPD), Badreferent Erhard Pohl, Michael Lechner (FWG) und Franz Mayer (CSU). 

„Rettet die kommunalen bayerischen Schwimmbäder“

Warmfreibad-Sanierung: Ministerin nimmt Petition entgegen

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Genau 1094 Unterschriften hat der Warmbad-Förderverein mit seiner Online-Petition gesammelt. Im sanierungsbedürftigen Miesbacher Bad hat Ilse Aigner die Liste nun entgegengenommen.

Miesbach – Von makellosem Weiß überzogen präsentierte sich Miesbachs Sorgenkind beim Besuch der Ministerin. Das Becken des sanierungsbedürftigen Warmfreibads lag unter einer dicken Schneedecke verborgen. Täuschen lassen sollte man sich von dem Frieden aber nicht, merkte Badreferent Erhard Pohl in Richtung Ilse Aigner an: „Es ist fünf nach zwölf.“ Gewissermaßen als Erinnerung hatte Bernhard Heidl, Vorsitzender des Warmbad-Fördervereins, der stellvertretenden Ministerpräsidentin zuvor eine blaue Mappe in die Hand gedrückt. Der Inhalt: genau 1094 Unterschriften, die der Verein mit seiner Online-Petition „Rettet die kommunalen bayerischen Schwimmbäder“ gesammelt hat.

Wie berichtet, machen sich die Miesbacher seit dem Sommer für einen zeitlich begrenzten Sonderfonds stark, der Städten und Gemeinden bei der Finanzierung dringend notwendiger Renovierungsmaßnahmen an ihren öffentlichen Bädern unter die Arme greifen soll. Dies sei nötig, so die Befürworter, um den Schwimmunterricht für Kinder, aber auch ein bezahlbares Sport- und Freizeitangebot für Familien und ältere Menschen zu erhalten.

Die Ministerin nahm die Petition selbstbewusst entgegen – und berichtete stolz, dass die Staatsregierung nicht untätig geblieben ist. Eine Arbeitsgruppe unter Federführung von Gerhard Eck, Staatssekretär beim Innenministerium, sei gerade dabei, den konkreten Förderbedarf bei den betroffenen Kommunen zu erfragen. Erst wenn das Volumen geklärt sei, könne man sich über die Art des Zuschusses Gedanken machen. Die Ministerin brachte hier zum Beispiel den kommunalen Finanzausgleich oder die Sportförderung ins Spiel. Eines könne man aber schon mal festhalten: „Spaßbäder stehen nicht im Fokus“, sagte Aigner.

Das sei auch richtig so, meinte Petitions-Initiator Heidl. Zweiter Bürgermeister Paul Fertl erinnerte an die bereits im Stadtrat diskutierte Idee, die Arbeitsgruppe zu einem Besuch im Miesbacher Bad einzuladen. Heidl nahm dies dankbar auf. Er schlug vor, den Termin an den nächsten Miesbacher Bäderdialog im Mai zu koppeln, bei dem auch Wasserwacht und DLRG mit dabei sein sollen.

Aigners Ziel, das Zuschussprogramm in den nächsten Haushalt des Freistaats aufzunehmen, nahmen die anwesenden Stadträte wohlwollend zur Kenntnis. Verbunden mit der Hoffnung, dass das Bad noch so lange durchhält. Die Pläne für die Sanierung würden aktuell für die Schublade vorbereitet, sagte Pohl. „Wir wollen nichts machen, was förderschädlich sein könnte.“ Aigners launigen Vorschlag, man könne das Bad im Winter auch zum Eisstockschießen nutzen, lehnten die Stadträte jedoch schmunzelnd ab: „Dann ist es endgültig hin.“

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