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Die Waldbrandgefahr ist hoch: Daxenfeuer sind derzeit im Landkreis Miesbach verboten.

Warnstufe vier im Landkreis Miesbach

Landratsamt verbietet Daxenfeuer: Waldbrandgefahr zu hoch

Die Waldbrandgefahr im Landkreis Miesbach liegt bei Stufe vier von fünf - also extrem hoch. Das Landratsamt verbietet deshalb alle Daxenfeuer. Auch für die Sonnwendfeiern gelten besondere Regeln.

Landkreis -  Das Landratsamt Miesbach warnt vor Waldbränden. Nach einer Waldbrandgefahren-Indexkarte des Deutschen Wetterdienstes herrscht hier in den nächsten Tagen Warnstufe 4 – das bedeutet hohe Waldbrandgefahr, heißt es in einer Pressemitteilung. Bis auf weiteres sind deshalb Daxenfeuer verboten. Für die Feuer bei Sonnwendfeiern gelten besondere Regeln. 

Daxenfeuer sind Feuer, bei denen Abfälle aus dem Wald verbrannt werden, zum Beispiel nach dem Abästen von gefällten Bäumen. Diese Feuer sind ab heute verboten, bis die amtliche Gefahrenstufe wieder herabgesetzt wird, schreibt die Pressestelle des Landratsamtes. Die Regelung hat das Landratsamt in Absprache mit den Bayerischen Staatsforsten und dem Forstbetrieb Schliersee getroffen. Die Integrierte Leitstelle Rosenheim ist angehalten, vorerst keine Anmeldungen von Daxenfeuern mehr entgegennehmen. 

Feuer bei Sonnwendfeiern: Mindestens 100 Meter Entfernung vom Wald

Besondere Regeln und besondere Warnhinweise gelten momentan wegen der hohen Waldbrandgefahr auch bei Feuern zur Sonnwendfeier. Das Landratsamt hat eine Warnung der Regierung von Oberbayern schon an alle Städte, Märkte und Gemeinden im Kreis verschickt. Die Kommunen sollen demnach nach einer Gefahrenbeurteilung vor Ort entscheiden, ob eine Sonnwendfeier mit Feuer stattfinden kann oder zu gefährlich ist. Grundsätzlich muss eine Entfernung von 100 Metern zum Wald eingehalten werden. 

Ausnahmen von dieser Regel – die sonst möglich sind – werden momentan von der Regierung strikt verboten. Falls die Gemeinde ein Feuer genehmigt: Das Feuer ist ständig unter Aufsicht zu halten. Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstätte erloschen sein. Nach der Verordnung kann die Gemeinde zusätzliche Vorkehrungen für die Durchführung der Feier verlangen, um Brände zu verhüten, heißt es aus dem Landratsamt. So kann etwa gefordert werden, während der Feier eine Brandsicherheitswache mit einem Tanklöschfahrzeug zu stellen und trockene Flächen vorher zu wässern. Bei starkem Wind ist das Feuer jedoch zu löschen, so wie es in der Verordnung über die Verhütung von Bränden festgelegt ist.

mm

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