Ohne Kontaktdaten geht es nicht: Bei der Sammelstelle auf der Waitzinger Wiese müssen die Mitarbeiter festhalten, wer Grüngut abgeliefert hat, um im Fall eines Käferfundes die Spur zurückverfolgen zu können.
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Ohne Kontaktdaten geht es nicht: Bei der Sammelstelle auf der Waitzinger Wiese müssen die Mitarbeiter festhalten, wer Grüngut abgeliefert hat, um im Fall eines Käferfundes die Spur zurückverfolgen zu können.

Im Überwachungsmodus

Wegen ALB: Gartenschnitt muss in Miesbach zentral zur Waitzinger Wiese gebracht werden

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Miesbach – Corona, Corona. Angesichts der Omnipräsenz der Pandemie mag es manch einer über die Wintermonate fast vergessen haben, dass Miesbach ja noch ein anderes Problem hat als das Virus – und das ist der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB).

Doch mit dem ersten Grünschnitt in den privaten Gärten rückt auch dieser weltweit aktive Schädling wieder in den Vordergrund. Denn für Gartenbesitzer gelten in Miesbach nun strenge Regeln.

Wie im vergangenen Jahr, muss der Schnitt von Bäumen und Sträuchern zentral auf der Waitzinger Wiese entsorgt werden, sofern er Gehölze beinhaltet, die dem ALB als Wirtspflanze zum Ablegen seiner Eier dienen könnten. Betroffen sind alle Gartenbesitzer innerhalb der Quarantänezone, die sich mit einem Zwei-Kilometer-Radius um das Finanzamt an der Carl-Fohr-Straße erstreckt.

Ziel der Vorschrift ist es, dass kein Grüngut außerhalb der Quarantänezone gelangt. „Unser Ziel ist es, dass wir eine mögliche Verbreitung des Schädlings unter allen Umständen verhindern“, erklärt Gerhard Kraus, zuständiger Gebietsbetreuer von der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising. Wer unsicher ist, ob er eine dieser spezifizierten Arten anliefert oder Mischgut hat, wird dennoch aufgefordert, alles zur Volksfestwiese an der Schlierseer Straße zu bringen. Deshalb nimmt die VIVO am Wertstoffhof in Miesbach auch kein Grüngut mehr an.

Geöffnet ist die Sammelstelle dienstags und donnerstags von 13 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr. Anlieferer werden gebeten, dabei ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. Denn sollten die Spürhunde Käfer oder Larven entdecken, soll eine Rückverfolgung für eine gezielte Bekämpfung möglich sein.

ddy

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