Keine Plätze zum Verweilen erwünscht: Wegen Corona wurden im Warmfreibad Miesbach keine Sitzgelegenheiten aufgestellt. Die werden am Kinderbecken vermisst.
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Keine Plätze zum Verweilen erwünscht: Wegen Corona wurden im Warmfreibad Miesbach keine Sitzgelegenheiten aufgestellt. Die werden am Kinderbecken vermisst.

Wegen Corona

Keine Bänke im Warmfreibad Miesbach

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Das Miesbacher Warmfreibad ist im Sommer eine gern besuchte Oase zur Erfrischung. Dass dies trotz Corona in diesem Jahr möglich ist, begrüßt auch Christina Altenburg. Doch eine Handvoll Regeln versteht die Miesbacherin nicht:

„Es ist schön, dass das Bad öffnen konnte. Aber warum gibt es keine Sitzgelegenheiten mehr?“, schrieb sie in einer Mail an unsere Zeitung.

Ihr geht es dabei weniger ums gemütliche Verweilen. „Ich muss meine fünfjährige Tochter beim Planschen noch beaufsichtigen“, erklärt sie. Aktuell geschieht das im Stehen oder sitzend auf dem heißen Steinboden. „Da sitzen dann fünf bis zehn Mamis am Boden – ohne Mindestabstand.“ Auch dass die Rutsche gesperrt ist, kann sie nicht nachvollziehen, „denn auf Spielplätzen geht das ja auch“. Ebenso im Freibad Rottach-Egern, wo die Rutsche offen und die Sitzgelegenheiten zugänglich sind.

Bademeister Siegfried Splisteser verweist auf die Corona-Pandemie: „Es stimmt, wir haben alle Sitzgelegenheiten entfernt, um Ansammlungen zu vermeiden.“ Die Besucher würden sich gut kennen und so zu nah zusammenkommen. „Das geht leider nicht.“

Dies sei ebenso eine Entscheidung der Stadt wie das Sperren der Rutsche. „Da haben wir das Problem, dass wir nicht nach jedem Rutschen desinfizieren können.“ Auch das Einhalten des Mindestabstands sei nicht möglich.

Insgesamt gebe es dazu keine Beschwerden, aber nachgefragt werde schon. „Die Leute sind froh, dass wir überhaupt offen haben“, berichtet der Bademeister. Sperrungen, weil das Limit von 500 Besuchern erreicht war, habe es bislang nicht gegeben. „Es ist vorgekommen, dass man mal kurz warten musste, aber es ist ein stetes Kommen und Gehen.“ Für Altenburg ist es vor allem schade, dass es keine einheitlichen Regeln gibt: „Das kommt einem dann willkürlich vor.“

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