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Bauen ist mittlerweile extrem teuer. Die Stadt Miesbach will überzogene Preise aber nicht akzeptieren.

Wegen überteuerter Preise im Bausektor

Kanal voll: Stadt Miesbach verschiebt Sanierung

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Die Stadt Miesbach hat angesichts der überteuerten Preise am Bausektor mittlerweile den Kanal voll - im wahrsten Sinn. Sie nahm die Angebote zur Kanalsanierung nicht an.

Miesbach - Bei der Modernisierung ihres Kanalsystems gerät die Stadt Miesbach langsam unter Zeitdruck. Im April 2018 hatte der Stadtrat beschlossen, dass die Sanierung Teil 17 – Pfarrgasse, Manhardtwinkl, Marienplatz, Kirchgasse, Frühlingstraße sowie Salzweg und Johann-Baptist-Zimmermann-Straße ausgeschrieben werden sollen. Doch was an Angeboten zurückkam, war nicht das, was man sich bei der Stadt vorgestellt hatte.

Wegen überteuerter Preise im Bausektor: Stadt Miesbach verschiebt Sanierung

Es ist der überhitzten Konjunktur in der Baubranche geschuldet, dass man keine normalen Preise bekommen habe, erklärte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Laut Verwaltung waren die erzielten Ergebnisse allesamt mit bis zu 60 Prozent über dem marktüblichen Durchschnittspreis. Aus wirtschaftlichen Gründen habe man die Ausschreibung deshalb aufgehoben.

Neuer Ausschreibungsversuch im Herbst

Passiert ist bislang nichts, und allein für 2019 sieht es schlecht aus. Eine Umfrage der Stadt bei Firmen habe ergeben, dass für heuer alle ausgelastet seien. Heißt also warten bis zum Jahr 2020. Deshalb hat das Tiefbauamt vorgeschlagen, im Herbst einen erneuten Ausschreibungsversuch zu starten. Baubeginn wäre witterungsabhängig aber erst Anfang 2020.

Bürgermeisterin Pongratz befürchtet einen Dauerzustand

Und bauen muss die Stadt, denn die Kosten werden auf die Abwassergebühren umgelegt und bereits erhoben. Konsequenterweise muss also auch mal mit dem Bau begonnen werden – aber eben nicht zu jedem Preis. Eine Linie, der der Stadtrat beim Beschluss einstimmig folgte.

Lediglich Paul Fertl (SPD) hatte Zweifel. „Was ist, wenn weiterhin Mondpreise aufgerufen werden?“, fragte er Tiefbautechniker Jürgen Brückner. Der meinte, zur Not müsse man die Ausführung der Preislage anpassen und nur das machen, was unbedingt nötig sei – so lange, bis es wieder normale Preise am Markt gebe.

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Pongratz betonte, dass dieses Problem nicht nur Miesbach habe: „In dem Dilemma sind alle.“ Und das werde noch einige Zeit so bleiben: „Ich glaube nicht, dass sich in den nächsten fünf bis sieben Jahren am Zinsniveau etwas ändern wird.“

ddy

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