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Warum nicht mal vegan? Marion Marski zeigt, wie’s geht. Gewürze nach Weisheiten der chinesischen Medizin verleihen dieser Suppe außerdem eine wärmende Wirkung. Die Heilpraktikerin erstellt ihre Rezepte selbst.

Serie: Wir kochen uns in den Winter (und Advent)

Unser Winter-Rezept des Tages: Gemüsesuppe - asiatisch und vegan

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Es muss nicht immer die Hühnerbrühe sein: Marion Marski zeigt, wie man ganz ohne Fleisch und sogar tierisches Fett eine exzellente Gemüsesuppe hinbekommt - mit Orangensaft Kokosmilch und vielem mehr.

Vegetarisch hier, vegan da. Was vor einigen Jahren noch ein besonderer Wunsch war, ist heute in vielen Lokalen fester Bestandteil auf der Karte. Marion Marski, Heilpraktikerin aus Miesbach, beschäftigt sich schon lange mit dem Thema Ernährung. Vegan sei gesund und viele würden diese Ernährung aufgrund der Tierhaltung bevorzugen. „Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass es mehr ein Trend ist“, gibt Marski zu bedenken.

Selbst probiert sie aber auch immer wieder vegane Rezepte. Die Heilpraktikerin – die früher in Miesbach eine Praxis hatte und jetzt in Bad Tölz arbeitet – isst selbst nicht immer vegan. „Es ist aber interessant, was man da alles machen kann.“ Es gebe viel mehr, als nur das Traditionelle. Die 56-Jährige, die nebenbei auch an der Volkshochschule Miesbach unterrichtet, hat deshalb für einen ihrer Kurse ein veganes Weihnachtsmenü zusammengestellt. „Ich lasse mich zwar inspirieren, aber es sind alles eigene Kreationen.“

Alle 21 Rezepte Winter-Rezepte von Tafelspitz bis Bratäpfel finden Sie in unserer großen Übersicht.

Sie sammle Ideen und koche das Gericht dann ein paar Mal. „Ich schmecke es immer wieder ab.“ Bis das Rezept dann steht – das dauere eine Weile. Ein Schmankerl aus ihrem Menü: die Suppe zur Vorspeise. Aus Karotten, Ingwer und Orangen mit gerösteten Kokos-Chips. Die eigne sich auch gut für nicht-vegane Weihnachtsessen als Vorspeise.

Und so wird sie gemacht:

Das Kokosfett in einem Topf erhitzen und das Garam masala, eine asiatische Gewürzmischung, darin leicht erwärmen. „Um die Aromen zu erschließen.“ Dann ein bis zwei Teelöffel des geriebenen Ingwers und die gewürfelte Zwiebel dazugeben und anrösten, bis die Zwiebel glasig ist. „Ingwer und die Bestandteile des Garam masala sind nach der traditionellen chinesischen Medizin wärmende Gewürze“, erklärt Marski. Deshalb seien diese Zutaten besonders in der kalten Jahreszeit gut geeignet.

Die geschälten und kleingeschnittenen Karotten und das fein geschnittene weiße Ende der Lauchstange hinzufügen und ebenfalls etwas anschmoren lassen. Dabei immer wieder umrühren. Dann das Wasser dazugeben, mit Gemüsebrühe abschmecken und die Linsen hineingeben. „Die sind wichtig als Eiweißquelle für Veganer.“ 15 bis 20 Minuten kochen lassen, bis Karotten und Linsen gar sind. Alles im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Die Orange auspressen und den Saft zur Suppe geben. Mit einer guten Prise Kurkuma abschmecken. Anschließend die Kokosmilch hineingießen und mit etwas Agavendicksaft den Geschmack abrunden. Bei Bedarf mit Garam masala und Gemüsebrühe nachwürzen. Alles gut verrühren und noch einmal mit dem Pürierstab aufschäumen. Nun eine Pfanne ohne Fett erhitzen und die Kokos-Chips – Marski nimmt sie zum Beispiel von Alnatura – anrösten, bis sie leicht braun werden. Suppe in Teller füllen, in die Mitte einige Kokos-Chips geben und mit etwas frischem Koriander dekorieren. Fertig.

Das ganze vegane Menü gibt es von Marion Marski unter 08025/9264154 oder per E-Mail an m.marski@online.de.

Die Zutaten:

Vegan – schon allein der Begriff schreckt viele ab. Wieso eigentlich? Mit diesem Rezept können Sie testen, was wirklich dahinter steckt. Für vier Portionen der veganen Suppe wird folgendes benötigt:

ein Esslöffel Kokosfett

ein Teelöffel Garam masala

frischer Ingwer

eine kleine Zwiebel

500 Gramm Karotten

eine Stange Lauch

600 Milliliter Wasser

Gemüsebrühe

50 Gramm rote, geschälte Linsen

Saft einer Orange

Kurkuma

250 Milliliter Kokosmilch

etwas Agavendicksaft

Kokos-Chips

frischer Koriander

Für Marski selbstverständlich: „Ich verwende, soweit es möglich ist, Zutaten aus biologischem Anbau.“

Lust bekommen? Dann her mit Ihrem Rezept

Dafür müssen Sie sich nur bei uns melden, per Email direkt an klaus-maria.mehr@tegernseer-zeitung.de oder noch einfacher via Facebook. Wir machen den Rest, rufen an und schicken sogar unseren Fotografen vorbei. Und zack - werden Sie Teil unserer wunderbaren Rezeptserie, die wir diesen Advent mindestens verdoppeln wollen.

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