Hilfreiche Spende: 1000 Euro für die Ausstattung des Technikraums der Jugend hat Simon Anzenberger (2.v.r.) für die Volksbank Raiffeisenbank in Miesbach an (v.l.) Jochen Holzkamm vom Gemeindehaus-Team, Jugendleiter Hanno Reents und Pfarrer Erwin Sergel überreicht.
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Hilfreiche Spende: 1000 Euro für die Ausstattung des Technikraums der Jugend hat Simon Anzenberger (2.v.r.) für die Volksbank Raiffeisenbank in Miesbach an (v.l.) Jochen Holzkamm vom Gemeindehaus-Team, Jugendleiter Hanno Reents und Pfarrer Erwin Sergel überreicht.

Pfarrer Erwin Sergel erklärt Idee im Interview

Wettbewerb: Evangelische Kirche Miesbach sucht Namen für saniertes Gemeindehaus

  • Dieter Dorby
    VonDieter Dorby
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Noch ist das evangelische Gemeindehaus in Miesbach nicht fertig saniert. Doch schon jetzt sucht die Kirchengemeinde einen Namen - und jeder kann mitmachen.

MiesbachDie Baustelle bei der evangelischen Kirche macht Fortschritte. Noch im Juli soll das neue Pfarramtsgebäude bezogen werden. Im Anschluss beginnt die Sanierung des Gemeindehauses und der Neubau eines Foyer, das dann als Begegnungszentrum fungieren soll. Zudem hat die Kirchengemeinde, die für den Bereich Miesbach, Hausham, Irschenberg, Wall, Weyarn, und Wörnsmühl zuständig ist, einen Wettbewerb gestartet: Gesucht werden neue Namen für das Gemeindehaus und das geplante Inklusionscafé, das immer donnerstags parallel zum Grünen Markt geöffnet sein soll. Wir sprachen mit Pfarrer Erwin Sergel über die Hintergründe der Aktion.

Herr Sergel, Gemeindehaus und Café sollen Namen bekommen. Warum?

Pfarrer Erwin Sergel: Wir glauben, dass wir mit dem erneuerten Haus auch neuen Ideen Raum schaffen können. Wir freuen uns, dass wir Ehrenamtlichen, Kreativen und Menschen, die Platz für ein soziales Projekt suchen in Zukunft die Türen noch besser öffnen können. Gerade für das neue Foyer haben wir eine Vision von Open Space. Es soll ein belebter Begegnungsort sein für alle. Und der braucht einen Namen. Damit er gewissermaßen eine eigene Identität bekommt.

Wie läuft denn die Namenssuche ab?

Pfarrer Erwin Sergel: Ideen und Vorschläge können bis 19. September im Briefkasten des Pfarramts oder per E-Mail an pfarr amt.miesbach@elkb.de abgeben. Aber bitte Absender und Adresse nicht vergessen, denn der Gewinner bekommt einen kleinen Überraschungspreis. Eine Jury wird dann aus den eingereichten Vorschlägen vier bis fünf auswählen. Nach dem Gottesdienst am Erntedankfest am 3. Oktober um 12 Uhr stimmen dann alle Anwesenden darüber ab.

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Welche Eigenschaften sollen denn die beiden Namen mitbringen?

Pfarrer Erwin Sergel: Sie sollen positiv sein und griffig. Der Bezug zur Kirche wäre gut, ebenso zur Stadt Miesbach und zu dem neuen, das entsteht. Wir sind da selbst sehr gespannt.

Sollen die Namen eher religiös oder weltlich sein?

Pfarrer Erwin Sergel: Da sind wir total offen. Wir wollen ja die Kreativität der Teilnehmenden nicht einschränken. Insgesamt kann ich sagen – und da stimme ich mit dem Kirchenvorstand überein –, dass wir großes Vertrauen in die Menschen haben, dass sie einen guten, passenden Namen finden werden.

Was hat es mit dem Café auf sich?

Pfarrer Erwin Sergel: Im neuen Foyer wird es immer donnerstags zur Marktzeit ein Café geben, das von Schülerinnen und Schülern der Anton-Weilmaier-Schule in Hausham sowie ehrenamtlichen Betreuern betrieben wird. Mit dem Cafébetrieb lernen die Schüler das Arbeitsleben kennen. Auch für das Café suchen wir einen Namen.

Wie sieht es mit Ihnen aus? Nehmen Sie auch an der Namenssuche teil? Haben Sie schon einen Namen?

Pfarrer Erwin Sergel: Ja, ich habe schon eine Idee. Ich mache also auch mit.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man Ihren Vorschlag besonders wohlwollend behandelt?

Pfarrer Erwin Sergel: Das ist nicht möglich. Denn die Jury wird nur die Vorschläge bekommen, ohne zu erfahren, von wem sie sind. Aber das wird sich alles finden. Aktuell ist bei uns ganz viel los. Die Ideen sprießen gerade – das ist ein ganz toller Prozess. Immerhin geht es um die Kirche der Zukunft: Wie soll sich das Leben in der Kirchengemeinde in unserer Zeit weiterentwickeln? Wir wollen auf jeden Fall ein Begegnungsort werden – inklusiv und für alle.

ddy

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