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BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling plant, mehr Blutspendetermine im Landkreis anzubieten.

Planung

BRK will Blutspendedienst intensivieren

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Im Zuge der Übernahme des Blutspendedienstes München durch das Bayerische Rote Kreuz herrscht Unsicherheit, wie es vor allem auf dem Land mit Spendeterminen weitergeht. Von Einschnitten will Kreisgeschäftsführer Robert Kießling nichts wissen.

Das Zugunglück von Bad Aibling hat deutlich gemacht, wie wichtig die Versorgung mit Blutkonserven auch über den täglichen klinischen Bedarf hinaus ist. Umso beunruhigender ist da die Nachricht, dass die Stadt München ihren defizitären Blutspendedienst an das Bayerische Rote Kreuz (BRK) verkauft (wir berichteten). So soll es ab 1. April, wenn das BRK den Dienst übernimmt, nicht mehr täglich Blutspendetermine in München geben. Und auch die Zukunft der mobilen Aktionen im Umland ist offen.

Doch ein Abbau der Blutspendetermine im Landkreis Miesbach kommt für Robert Kießling nicht infrage. „Ich finde vielmehr, es könnten mehr sein“, sagt der Kreisgeschäftsführer des BRK, der vor rund einem Jahr seinen Dienst vor Ort angetreten hat. „Schon damals habe ich mehr Termine angeregt, doch das war nicht möglich, weil das BRK nicht zuständig war.“ Nun sehe das anders aus.

Kießling hat sich bereits mit dem Blutspendedienst des BRK in Verbindung gesetzt, um auszuloten, ob und wie mehr Blutspendetermine möglich sind. Das Ergebnis ist positiv: „Die Bereitschaft in unserem Haus ist da. Nun geht es darum, geeignete Räume im Landkreis zu finden.“ Wenn diese feststehen, sollen konkrete Termine folgen.

Kießling hält es für wichtig, gerade viele Möglichkeiten zum Blutspenden anzubieten: „Allein in Bayern sind täglich 2200 Menschen auf Blutkonserven angewiesen. Der Bedarf ist groß.“

Um die Deckung sicherzustellen, sei es vielmehr notwendig, den Service für die Spender zu verbessern. Doch auch Blutspenden ist teuer. Der Blutspendedienst der Landeshauptstadt erwirtschaftete jährlich ein Minus von zwei Millionen Euro. „Es ist schon recht aufwändig, solche Aktionen durchzuführen“, bestätigt Kießling. Einladungen, Aufbau, Registrieren und Verpflegen der Spender, Untersuchungen, Labor und der Abbau seien sehr personalintensiv.

„Das gespendete Blut kann man nur mit viel ehrenamtlicher Hilfe bezahlbar halten“, sagt er. Das BRK mit seinen vielen Helfern und dem guten Kontakt zur Bevölkerung könne dies leisten. „Es ist unsere ureigenste Aufgabe, dafür zu sorgen, den täglichen Bedarf an Blut zu beschaffen. Wir können hier mehr tun, und wir würden es gern tun.“

Der erste Blutspendetermin steht bereits fest. Die Bereitschaft Schliersee hat ihn in der Folge des Zugunglücks von Bad Aibling organisiert. Termin ist Freitag, 1. April. Die weiteren Details werden noch bekannt gegeben.

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