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Die höchste Auszeichung der SPD, die Willy-Brandt-Medaille, nahmen Walter Sedlmayer (2.v.l.) und Hermann Kraus (2.v.r.) aus den Händen des Unterbezirksvorsitzenden Hannes Gräbner (r.) entgegen. Miesbachs Vizebürgermeister Paul Fertl hielt die Laudatio. 

Willy-Brandt-Medaille

Warum diese Männer die  höchste SPD-Auszeichnung erhalten

Walter Sedlmayer und Hermann Kraus aus Miesbach wurden jetzt mit der höchsten Auszeichnung der SPD geehrt. Sie erhielten in Bad Wiessee die Willy-Brandt-Medaille.

Landkreis – Politische Themen vor Ort und in Berlin nahmen einen breiten Raum beim Unterbezirksparteitag der SPD im Hotel zur Post in Bad Wiessee ein. SPD-Bundestagsabgeordneter Florian Post erläuterte Hintergründe der anstehenden Regierungsbildung, Verena Schmidt-Völlmecke und Tim Roll, Leitungsteam des Ortsvereins Holzkirchen, wurden in den Vorstand des SPD-Unterbezirks Miesbach gewählt. Glanz in den Abend brachte die Verleihung der Willy-Brandt-Medaille an die beiden langjährigen SPD-Mitglieder Walter Sedlmayer und Hermann Kraus. Die Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die Partei an ihre Mitglieder vergibt.

Die beiden Miesbacher wurden für ihr großes Engagement geehrt. Sedlmayer ist wegen seines Organisationstalents gefragt und gilt als Experte für Satzungsfragen. Er trat bereits 1969 als Student in die SPD und in die ÖTV ein und begann seine politische Laufbahn als Studentischer Parlamentspräsident. Später lebte er lange Jahre in Kassel, wo er intensiv in der Lokalpolitik tätig war. Als er nach Miesbach übersiedelte – er hat familiäre Bindungen nach Hausham – engagierte er sich sozial und übernahm er auch hier politische Ämter. Sedlmayer ist Vorsitzender der Bundeswahlkreisausschusses und Vorsitzender der AWO Miesbach. Daneben gehört er dem Vorstand der Miesbacher SPD an. Sein Laudator, Miesbachs Zweiter Bürgermeister Paul Fertl, bezeichnete ihn angesichts seiner bald 50 Jahre Mitgliedschaft anerkennend als „Urgestein der SPD“.

25 Jahre ist es her, dass Hermann Kraus in die SPD eingetreten ist. Der gebürtige Miesbacher – seine Familie gründete das Traditionsgeschäft „Spielwaren Kraus“ – wurde als junger Mann vom Aufbruch der katholischen Kirche während des Konzils 1962 bis 1965 geprägt. Den Weg in die Sozialdemokratie hat ihm dann der charismatische Miesbacher Bürgermeister Rudolf Pikola gezeigt. Das politische Wirken von Kraus ist vielfältig. Lange Jahre setzte er sich als Stadtrat für die finanzielle Sanierung der Miesbacher Finanzen ein. Er gehört seit vielen Jahren dem Vorstand des SPD-Ortsvereins Miesbach an, gründete den kommunalpolitischen Arbeitskreis der SPD mit, war maßgeblich an den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Rudolf Pikola beteiligt und ließ federführend vor drei Jahren den Ostermarsch in Miesbach wieder aufleben. Nach wie vor ist Kraus in der katholischen Kirche engagiert, keiner politischen Diskussion abgeneigt und interessiert sich intensiv für die Geschicke und die Geschichte Miesbachs.

mm

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