Das Radfahren entdecken  in der Freizeit und im Alltag. Das ist das Ziel der Aktion Stadtradeln.
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Das Radfahren entdecken in der Freizeit und im Alltag. Das ist das Ziel der Aktion Stadtradeln. Der Landkreis hat sich heuer dabei bereits nach einer Woche stark verbessert.

STADTRADELN

„Wir werden mehr“: Kick van Walbeek vom ADFC über gefahrene Kilometer, E-Bikes und das Holländer-Gen

  • Dieter Dorby
    VonDieter Dorby
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Miesbach – Das Stadtradeln etabliert sich langsam im Landkreis Miesbach. Doch so leicht es sein mag, in die Pedale zu treten, so mühsam ist es, solch eine Aktion in Gang zu bringen. Wir sprachen mit Kick van Walbeek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) Schlierachtal/Mangfalltal exemplarisch über die Rolle des Fahrrads in der Kreisstadt.

Frau van Walbeek, wie läuft das Stadtradeln in Miesbach? Sind Sie als Miesbacherin zufrieden mit der Resonanz?

Kick van Walbeek vom ADFC Schlierachtal/Mangfalltal

Ich bin total begeistert. Ich habe im vergangenen Jahr viel angeschoben, aber diesmal sind neue Menschen und Gruppen dabei, zum Beispiel der Alpenverein und der Skiclub. Wochenendradler, Alltagsradler – wir sind jetzt viel breiter aufgestellt. Das zeigen auch die Zahlen.

2020 haben 46 Radler in neun Teams 6954 Kilometer geschafft.

Da liegen wir jetzt nach einer Woche deutlich drüber.

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Wie beteiligen Sie sich?

Ich absolviere als Hebamme meine Wochenbettrunde mit dem E-Bike, aber die geht bis Schaftlach und Gmund. Privat fahre ich auch. Täglich schaffe ich so zwischen 20 und 30 Kilometer.

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Miesbach ist keine Radler-Hochburg. Woran kann das liegen?

Schwierig zu sagen. Es kann an der Topografie und den vielen Steigungen liegen, aber die sind jetzt mit E-Bikes kein Problem mehr. Recht viel Zeit verliert man innerhalb Miesbachs auch nicht. Ich denke, es ist viel Gewohnheit dabei. Als Kind holländischer Eltern, das hier aufgewachsen ist, bin ich gewissermaßen mit dem Rad geboren. Bei 15 Kilometern mit dem Rad wird in Holland nicht diskutiert. Für mich ist Radfahren normal. Diese Erfahrung fehlt hier vielleicht. Deshalb würde ich mich freuen, wenn möglichst viele das Rad beim Stadtradeln auch für den Alltag und den Weg zur Arbeit entdecken. Damit ließe sich einiges an Verkehr sparen. Aber ich bin da optimistisch. Früher bin ich in der Rathausstraße allein gefahren. Jetzt sind auch andere Radler unterwegs. Wir werden mehr.

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Was bedeutet Radfahren für Sie?

Sehr hohe Lebensqualität. Es macht mir wahnsinnig viel Freude, und man bekommt von der Umgebung viel mehr mit. Es ist meine sportliche Bewegung und mein Beitrag, CO2 zu sparen.

ddy

Sie machen mit

Acht Kommunen aus dem Landkreis beteiligen sich heuer am Stadtradeln. So sind die Zwischenstände:
Miesbach: 174 Teilnehmer, 22 Teams, 10 310 geradelte Kilometer, 2 Tonnen CO2 vermieden;
Bad Wiessee: 36 Teilnehmer, 17 Teams, 2757 km, 0 Tonnen CO2;
Gmund: 49 Teilnehmer, 14 Teams, 2561 km, 0 Tonnen CO2;
Hausham: 104 Teilnehmer, 26 Teams, 12 955 km, 2 Tonnen CO2;
Holzkirchen: 371 Teilnehmer, 39 Teams, 33 068 km, 5 Tonnen CO2;
Otterfing: 135 Teilnehmer, 17 Teams, 7411 km, 1 Tonnen CO2;
Rottach-Egern: 27 Teilnehmer, 6 Teams, 2124 km, 0 Tonnen CO2;
Weyarn: 78 Teilnehmer, 9 Teams, 4802 km, 1 Tonnen CO2.

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