Florian Perkmann SPD-Stadtrat
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SPD-Stadtrat Florian Perkmann sieht das Problem noch nicht als gelöst an.

Keine öffentlichen Toiletten mehr am Marktplatz

Wirtschaftsreferent Florian Perkmann sieht Stadt Miesbach in der Pflicht

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Wer am Marktplatz ein öffentliches WC braucht, sucht derzeit vergeblich, denn der Bräuwirt und Cafés sind coronabedingt geschlossen.

Und auch die wenigen Ladengeschäfte, die noch geöffnet haben dürfen, können nicht helfen, sagt SPD-Stadtrat Florian Perkmann – selbst wenn sie wollten. „Es gibt eine große Diskrepanz zwischen Wollen und Dürfen“, stellt der Wirtschaftsreferent fest.

Denn aus Hygienegründen könne man keine Passanten auf die Toilette lassen. „Man kann ja nicht gewährleisten, dass die betreffende Person die Maske auflässt.“

Lesen Sie dazu den Hauptbericht: „Wegen Corona: Am Marktplatz in Miesbach fehlen öffentliche WCs“

Das WC ist laut Perkmann, der sich wegen der Corona-Belastungen für die Wirtschaft mit einer Masken-Krapfen-Aktion an Ministerpräsident Söder gewandt hat, der größte Gefahrenherd in einem Geschäft – wegen der Aerosole beim Spülen. Passanten wären da ein weiterer Gefahrenfaktor. „Wenn sich einer bei uns im Team ansteckt, kann ich zusperren.“ Und jedes Mal desinfizieren sei nicht zumutbar. „Wir haben deshalb auch schon Leute schweren Herzens abgewiesen“, sagt Perkmann. „Aber Gesundheit geht leider vor Anstand.“

Lesen Sie auch den Kommentar zum Thema: „WC-Problem zu einfach gelöst“

Während Lokale und Cafés WCs für Gäste haben, sind gerade die kleinen, inhabergeführten Läden nicht darauf ausgerichtet. Deshalb seien deren Toiletten umso weniger als Ersatz für öffentliche Toiletten geeignet. Er sieht vielmehr den Bräuwirt als Lösung – trotz Absage vom Ordnungsamt: „Mit einem Raumtrenner sollte man das Lokal dennoch sperren können.“ Für die SPD sei das letzte Wort hier noch nicht gesprochen.

ddy

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