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Hier sollen 22 Wohnungen in sechs Häusern für Asylbewerber und sozial Schwache entstehen.

Baubeginn im Sommer

So sieht die aktuelle Planung aus

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Miesbach - Bei der Infoveranstaltung im Bräuwirt hat Eugen Bauer, Leiter des Staatlichen Bauamts Rosenheim, den aktuellen Stand des Wohnbauprojekts Am Gschwendt in Miesbach vorgestellt.

Geplant sind 22 Wohnungen in sechs Häusern. Im nordwestlichen Gebäude ist eine Hausmeisterwohnung vorgesehen, im mittleren an der Südseite werden die technischen Anlagen sowie ein Lagerraum für sämtliche Bewohner untergebracht. Keller sind nicht vorgesehen. „Die wären zu kostenintensiv und zu zeitaufwendig“, erklärte Bauer, dessen Behörde für den Freistaat den Bau plant und realisiert.

Lesen Sie auch: Die Infoveranstaltung zum Wohnbauprojekt - so lief die Diskussion.

Die Wohnungen sind jeweils etwa 45 Quadratmeter groß und beinhalten je einen Wohnraum mit Kochnische à 20 Quadratmeter, zwei Schlafräume mit je zehn Quadratmetern sowie einem Duschbad mit fünf Quadratmetern Größe. Die Schlafräume sind für zwei Betten ausgelegt. Bei größeren Familien ist es laut Bauer möglich, zwei Wohnungen zusammenzulegen, sodass 90 Quadratmeter zur Verfügung stehen würden.

Mit 30 Stellplätzen bleibt die Wohnanlage unter der Forderung der städtischen Stellplatzsatzung, die pro Wohnung zwei Plätze vorsieht. „Wir liegen aber immer noch über dem Schlüssel des staatlichen Programms“, betonte Bauer. Das geht von einem halben Stellplatz – also insgesamt elf – aus. Da die Bewohner kaum Autos haben werden, dafür aber Fahrräder, wurde im Nordwesten ein Radlparkplatz geplant, der mit einer Schutzwand versehen ist, damit nicht ins nördlich gelegene Wohnzimmer geleuchtet wird. Zudem wurde im Rahmen der Vorbesprechungen der erst an der nördlichen Grundstücksgrenze situierte Spielplatz aus Rücksicht auf die Nachbarn an die Ostseite verlagert. Der Baumbestand soll erhalten und mit Neupflanzungen vergrößert werden.

Der Zeitplan sieht vor, dass demnächst die Genehmigungen vorliegen. Baubeginn soll im Sommer sein. Für Ende 2017/Anfang 2018 wird mit dem Abschluss gerechnet. Für Erschließung und Schäden kommt der Freistaat ebenso auf wie für Hausmeister, Reinigung und Winterdienst.

Aus Sicht des Landratsamts ist das Projekt notwendig, wie Fachbereichsleiterin Maria Grünwalder erklärte. Derzeit gebe es 183 Fehlbeleger, die Bleiberecht haben. 43 von ihnen haben bereits Familiennachzug beantragt. Grünwalder: „Deren Unterbringung ist noch völlig unklar.“

ddy

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