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Soll irgendwann alle halbe Stunde fahren: BOB.

Kommunikationspanne im Landratsamt - oder doch bei der CSU?

Zoff im Kreistag über 30-Minuten-Takt der BOB: Lechner greift Landrat an

Landkreis – CSU-Kreisrat Josef Lechner griff Grünen-Landrat Rzehak scharf an. Seine Kritik an Hermanns Aussage zum 30-Minuten-Takt der BOB komme einer "Kommunkationspanne" gleich.

Der Halbstunden-Takt bei der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) sorgt weiterhin für Diskussionsbedarf – nicht nur in Richtung bayerisches Innenministerium, sondern auch auf Kreisebene. Im Kreisausschuss wiederholte Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) unter dem Punkt „Informationen des Landrats“ seine Kampfansage in Richtung München. Er werde beim Halbstunden-Takt entschlossen dran bleiben und zur Not an höherer Stelle richtig deutlich werden.

Das neuerliche Poltern des Landrats war für Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner (CSU) Anlass, einzuhaken und „ein paar Dinge richtigzustellen, denn der aktuelle Stand ist ein anderer“. Wie berichtet, habe der Inhalt des Briefes aus dem Ministerium nicht dem aktuellen Sachstand entsprochen. Die Gespräche, die Ministerin Ilse Aigner und Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan führen, seien schon weiter.

Sicherlich, so gab Lechner zu, sei es ein internes Problem, dass dies im Schreiben nicht berücksichtigt worden war, jedoch sieht er auch Defizite beim Landratsamt: „Normalerweise ist es üblich, eine Antwort auf eine gemeinsame Resolution des Kreistags zuerst an die Fraktionen weiterzuleiten und nicht zuerst damit an die Presse zu gehen.“ Zumindest ein kurzer Anruf bei Aigner wäre angemessen gewesen, um das Schreiben richtig einordnen zu können.

Landrat schießt zurück: "Kommunikationsprobleme in der CSU gehen mich nichts an"

Einsicht zeigte der Landrat nicht. „Kommunikationsprobleme in der CSU gehen mich nichts an“, konterte er. Dieses Schreiben sei eine deutliche Absage. Zudem habe er Aigner schon vor Längerem gebeten, Gespräche aufzunehmen. Für Parteipolitik habe er in dieser Sache kein Verständnis, echauffierte sich Rzehak: „Ich erwarte, dass wir uns einig sind beim 30-Minuten-Takt.“

Lechner sah den Brief dagegen nicht so negativ: „Da stehen auch Handreichungen drin.“ Er werte deshalb den Inhalt vielmehr als Aufforderung „an uns im Landkreis“, die vom Ministerium aufgezeigten Fragen und Probleme aufzuarbeiten. Zumal nicht zu erwarten gewesen sei, dass der Minister umgehend mit einer Zusage für den Halbstunden-Takt antworte.

Laut Lechner gilt es nun, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Auch Landrat Rzehak nahm er in die Pflicht: „Wir tun uns damit leichter, wenn eine Kommunikationspanne im Landratsamt auch als solche gesehen wird.“

ddy

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