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Zu viel Werbung am Straßenrand: Vinzenzmurr blitzt in Miesbach ab

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Von: Dieter Dorby

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Vinzenzmurr, Miesbach
Vinzenzmurr muss umplanen: Der in der südlichen Ecke des Neubaus geplante Pylon (l.) steht zu nah an der B 472, von der die Schlierseer Straße abzweigt. Er soll idealerweise in die bestehende Werbeanlage (r.) integriert werden. © Thomas Plettenberg

Der Neubau von Vinzenzmurr in Miesbach hat im Bauausschuss für Diskussionen gesorgt. Allerdings ging es nicht um das Haus an sich, sondern um die Werbung.

Miesbach – Das Einkaufsareal an der Schlierseer Straße in Miesbach wird nun komplett. Das letzte freie Grundstück auf der ehemaligen Fläche des Zuchtverbands ist bebaut – dort will Vinzenzmurr seinen bislang über 200 Filialen in ganz Süddeutschland eine weitere hinzufügen. Die Metzgereikette aus München belegt im Erdgeschoss eine Ladeneinheit. Je eine weitere belegen ein Bäcker und ein weiterer Laden. Im ersten Stock sind Büro- und Praxisräume geplant.

Im jüngsten Bauausschuss gab es dazu einigen Diskussionsbedarf – nicht über das Gebäude als solches, sondern über die Werbeanlagen, die der Münchner Großmetzger beantragt hat. Gewünscht wurde ein dreieckiger Pylon, dessen Schilder der drei Läden sowie ein großes Parkplatz-P von der Schlierseer Straße aus auf drei Seiten lesbar sein soll. Aufgestellt werden soll er im südlichen Bereich des Grundstücks, um ihn möglichst gut von der B 472 sehen zu können. Das monierte aber das Staatliche Bauamt in Rosenheim mit dem Hinweis, die Nähe zur Bundesstraße sei zu groß.

Vinzenzmurr-Werbung soll an Edeka- und DM-Schild

Auch der Bauausschuss sprach sich dafür aus, den Pylon weiter nach Norden in Richtung Zufahrt zu verschieben – idealerweise soll das Firmenschild in den bereits bestehenden Ständer von Edeka und dem DM-Drogeriemarkt integriert werden. Der Forderung, Vinzenzmurr sowie seine beiden Ladenmieter sollen mit den beiden bereits vorhandenen Ketten eine Lösung erarbeiten, räumte Franz Mayer (CSU) jedoch wenig Aussicht auf Erfolg ein: „Die vorhandenen Märkte werden ihre Werbetafeln wohl kaum kleiner machen wollen.“

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Kritisiert wurde auch die dreieckige Form. Einhellig wurde festgestellt, dass die Ansicht Richtung Osten, als zur gegenüberliegenden Straßenseite, keinen Nutzwert habe.

Der Ausschuss lehnte den Antrag einstimmig ab und verwies auf die besprochenen Alternativen. Ein weiterer Pylon darf dabei nicht größer sein als der bereits vorhandene. Darüber hinaus werde eine Beleuchtung nur bis 22 Uhr erlaubt.

ddy

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