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Von hier aus werden die Helfer koordiniert: Der Einsatzleitplatz eines Disponenten der Integrierten Rettungsleitstelle in Rosenheim. 

Tag des Notrufs

Das passiert, wenn man die Notrufnummer wählt

Heute ist „Tag des Notrufs“. Deshalb erklärt die Integrierte Leitstelle Rosenheim, die auch für den Landkreis Miesbach zuständig ist, was eigentlich passiert, wenn jemand die 112 wählt.

Landkreis Was passiert eigentlich, wenn man einen Notruf absetzt? Anlässlich des „Tag des Notrufs“ am heutigen Montag erklärt die Integrierte Leitstelle Rosenheim, wie Einsatzkräfte im Landkreis Miesbach disponiert werden.

Wer die 112 wählt, wird immer mit folgendem Satz begrüßt: „Hier ist der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst.“ Im Durchschnitt erreichen täglich 200 solche Anrufe die Integrierte Leitstelle (ILS) Rosenheim, die für den Kreis Miesbach zuständig ist. Je nach Tageszeit sitzen vier bis sechs Disponenten an ihren Einsatzleitplätzen, alarmieren und koordinieren die notwendigen Einsatzkräfte. Bei besonderen Einsatzlagen, etwa bei Unwettern, brauchen mehr Menschen Hilfe. Bis zu 13 Disponenten nehmen dann die Notrufe entgegen.

Am Telefon versucht der Disponent, alle wichtigen Informationen vom Anrufer zu erfragen. Wichtig sind dabei die fünf W-Fragen: Wer meldet? Wo ist das Ereignis? Was ist passiert? Wie viele Betroffene/Verletzte? Warten auf Rückfragen. Auf Basis dieser Informationen legt der Disponent ein Schlagwort im Einsatzleitsystem fest. Dieses System schlägt dann automatisch die passenden Einsatzkräfte vor und alarmiert diese. Nach der Alarmierung begleitet der Disponent den kompletten Einsatz und unterstützt die Kräfte mit möglichen Nachalarmierungen oder Gefahrgutauskünften.

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Die ILS besteht seit 2010 und deckt den Landkreis Miesbach sowie Stadt und Landkreis Rosenheim ab. Das Einzugsgebiet ist mit 2343 Quadratkilometern und über 420 000 Einwohnern vergleichbar mit der Größe des Saarlandes. Über 80 000 Mal wurden die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischen Hilfswerk im Vorjahr alarmiert und von 54 Mitarbeitern einsatztaktisch begleitet.

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Größte technische Neuerung war die Einführung des Digitalfunks. Seit 2018 kann die ILS auch automatische Notrufe aus Fahrzeugen entgegennehmen, sogenannte ECalls. Prallt beispielsweise ein Auto an einem Baum, so wird automatisch der Standort an die ILS gesendet und dort in einem Kartenausschnitt lokalisiert. Zudem werden Daten wie Antriebstechnik und die Anzahl der geschlossenen Gurte übermittelt. So erkennt der Disponent, ob die Insassen das Fahrzeug nach dem Unfall befreit werden müssen. 

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mm

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