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Zum Tod von Christine Dietl: Die Stimme der Senioren ist verstummt

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Von: Dieter Dorby

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Trauer um Christine Dietl, die im Alter von 63 Jahren verstorben ist.
Trauer um Christine Dietl, die im Alter von 63 Jahren verstorben ist. © tp

Christine Dietl ist am Mittwoch, einige Tage nach ihrem 63. Geburtstag am 9. Juni, plötzlich infolge schwerer Krankheit verstorben.

Miesbach – Christine Dietl war eine Frau der Tat. Als Seniorenbeauftragte des Landkreises setzte sie sich über viele Jahre für die Belange und Nöte der älteren Generation ein. Sie brachte Projekte auf den Weg und galt als kompetente Ansprechpartnerin, die nicht nur gut zuhören konnte, sondern auch kreative Lösungen fand. Entsprechend groß sind nun die Trauer und der Verlust.

Christine Dietl Nachruf: „Sie hat anderen gerne geholfen“

Anderen Menschen helfen, ihnen zuhören und für sie da zu sein – das war eine Aufgabe, die Christine Dietl nicht nur berufsbedingt ausübte. „Das war ihr Leben“, erinnert sich ihr Bruder Gerhard Dietl. „Sie hat anderen gerne geholfen.“ Geboren in Kleinpienzenau, wuchs sie im Ortsteil Bruck auf in der Gemeinde Weyarn. Dort lebte sie bis jetzt in ihrem Elternhaus. Krankheitsbedingt war sie zuletzt außer Gefecht gesetzt. Für ihre Zeit nach dem Krankenhaus hatte sie schon viele Pläne. Doch diese bleiben unverwirklicht.

Im Juli wären es 44 Jahre geworden, die sie seit 1978, nach ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau, am Landratsamt Miesbach gearbeitet hat. Sie begann dort in der Kasse, war aber bald im sozialen Sektor angekommen: erst im Bereich Jugend, dann Ausländer, dann Arbeit und Soziales und zuletzt der Themenbereich Gesundheit mit Betreuung und Senioren. Dort hat sie sich in der „Fachstelle für Altenhilfeplanung, Selbsthilfeunterstützungsstelle“ für die Belange der Senioren eingesetzt. Zudem war sie 18 Jahre lang Gleichstellungsbeauftragte und übernahm einige Jahre den Vorsitz des Personalrats.

„Sie hinterlässt eine große Lücke“

Wie groß die Wertschätzung für sie ist, verdeutlicht Landrat Olaf von Löwis: „Frau Dietl hat sich mit Herzblut und aller Kraft den Belangen von Senioren im Landkreis gewidmet. Dafür gilt ihr mein ganzer Dank und auch der Dank der Landratsamt-Familie. Sie hinterlässt eine große Lücke.“

Dies bestätigt auch ihr Bruder: „Sie hat immer geschaut, wie sie anderen helfen kann. Das war ihr Wesen. Sie hat viel bewirkt.“ Sie organisierte nicht nur Veranstaltungen und unterstützte die Gründung von Selbsthilfegruppen – Christine Dietl half auch auf einfachste Weise: Gerade während der Corona-Pandemie schätzten sie viele Senioren als mitfühlende und stets präsente Ansprechpartnerin inmitten der Isolation. „Sie war für die Menschen da.“

Die Beisetzung findet am Mittwoch, 6. Juli, um 10 Uhr auf dem Friedhof in Reichersdorf statt. (ddy)

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