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Zurück ins normale Leben: Miesbach plant Kuli und 1000-Lichterglanz - trotz Corona

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Von: Dieter Dorby

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Gut gelaunte Geselligkeit: Zuletzt fand der Kulinarische Abend im August 2019 statt. Trotz des Corona-Risikos steigen Stadt und GWM nun in die Planung ein.
Gut gelaunte Geselligkeit: Zuletzt fand der Kulinarische Abend im August 2019 statt. Trotz des Corona-Risikos steigen Stadt und GWM nun in die Planung ein. © tp

Die Stadt Miesbach legt sich früh fest: Sie will heuer zusammen mit der GWM sowohl den Kulinarischen Abend wie auch den 1000-Lichterglanz nach zwei Jahren Pause durchführen – trotz Corona.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Nachdem in Miesbach zwei Jahre hintereinander der Kulinarische Abend im August und der 1000-Lichterglanz im November coronabedingt ausfallen mussten, sollen beide Publikumsmagnete heuer definitiv stattfinden. Das hat die Stadt Miesbach diese Woche gemeldet. Zuletzt hatte der Gewerbeverband Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM) beide Veranstaltungen 2019 durchgeführt.

Zusammen mit der GWM sollen beide Veranstaltungen einen Neustart erleben. Die Termine stehen bereits fest: Der Kuli ist für den 10. August vorgesehen und soll von 17 bis 22.30 Uhr dauern, wobei der Lange Einkaufsabend bereits um 22 Uhr enden soll. Der 1000-Lichterglanz ist für 26. November von 15 bis 22 Uhr geplant – traditionell am Samstag vor dem ersten Advent. Der Lange Einkaufssamstag, der für den Einzelhandel das Weihnachtsgeschäft einläuten soll, geht dann bis 20 Uhr.

Früh ein Zeichen setzen

Dass die Stadt, die die Veranstaltung der beiden Events beim Stadtmarketing angesiedelt hat, so optimistisch in die Umsetzung einsteigt und nicht weitere Entwicklungen bei der Corona-Pandemie abwartet, hat einen guten Grund, wie Max Kalup erklärt: „Wir wollen sehr früh ein Zeichen setzen.“ Dabei gehe es vor allem darum, sich die beiden Termine zu sichern. „Das ist auch wichtig für die Akteure, damit sie planen können.“

Lesen Sie auch den Kommentar zu diesem Thema: Wichtiges Zeichen - nicht nur für die GWM

Die GWM, die beide Termine früher ehrenamtlich gestemmt hat, tritt nun in die zweite Reihe zurück. Wie berichtet, wurden im Oktober 2020 beide Veranstaltungen von der GWM aus Kosten- und Aufwandsgründen an die Stadt übergeben. Deshalb tritt nun die Stadt Miesbach mit dem Bereich Stadtmarketing als Veranstalter auf und ist Ansprechpartner in allen Planungs- und Durchführungsfragen. Die Gemeinschaftswerbung unterstützt die Veranstaltungen aber weiterhin tatkräftig.

Offen ist laut Kalup noch die Höhe des Budgets, das Stadt und GWM für beide Events aufstellen. „Wir hatten jetzt über drei Jahre Pause, in denen sich viel getan hat“, sagt Kalup. „Man muss sehen, wie sich die Preise entwickelt haben.“

Zudem sei zu klären, wie es mit den drei langen Einkaufssamstagen weitergehen soll, die 2021 erfolgreich im Juli/August gestartet wurden. Auch ob das neue Adventsprogramm 2021 mit Verlosungen fortgesetzt werden soll, gilt es noch zu klären.

Große Anziehungskraft soll Miesbach beleben

Insgesamt hält es Kalup für wichtig, dass Kuli und 1000-Lichterglanz zurückkehren: „Beide haben eine große Anziehungskraft und können Miesbach beleben. Gerade nach den Corona-Einschränkungen kann dies eine gute Chance sein, um Miesbach als Einkaufsstadt einem neuen Publikum zu präsentieren.“ Diese Chance wolle man sich nun frühzeitig sichern.

„Zeichen an die Besucher: Ihr sollt wieder kommen“

Bei den Geschäftsleuten kommt diese Strategie gut an, wie Christine Schreiner bekräftigt. „Miesbach und der Einzelhandel brauchen diese etablierten Events“, stellt die Zweite Vorsitzende der GWM fest. „Es ist auch wichtig für die Außenwirkung. Damit wird gezeigt: Ihr sollt wieder zu uns kommen.“ Der frühe Zeitpunkt sei auch organisatorisch wichtig. „Wenn wir etwas machen wollen, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als jetzt schon anzufangen“, sagt Schreiner. „Denn auf die Schnelle werden wir keine Standl mehr herbekommen.“ Corona macht ihr dabei keine Angst. „Ob und was am Ende möglich ist, wird sich zeigen. Wir wollen durchführen, was geht.“

Die weitere Planung inklusive der Standverteilung usw. wird – je nach Pandemiegeschehen – zwischen März und Mai stattfinden. „Uns ist es aber wichtig, dass alle Beteiligten bereits jetzt zu Beginn des Jahres beide Termine kennen und den aktuellen Stand erfahren“, sagt Kalup.

Stadtmarketing: Dritter Bürgermeister Franz Mayer hilft mit

Mit der Terminierung ist der erste Schritt getan – die weitere Planung wird voraussichtlich erst zwischen März und Mai erfolgen. Dann ohne Max Kalup. Wie berichtet, verlässt er das Stadtmarketing Ende Januar und wechselt ins Staatsministerium für Digitales nach München. Bis die Nachfolge geklärt ist, fungiert Dritter Bürgermeister Franz Mayer als Bindeglied der Stadt zur GWM.

Für Hotelier Mayer ist dieses Aufgabengebiet kein Neuland. Er war bereits bis 2014 Vorsitzender der GWM und hatte als solcher in seiner elf Jahre währenden Amtszeit den Kuli wie den 1000-Lichterglanz ins Leben gerufen.

ddy

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