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Wunderbares Zusammenspiel: Musikanten, Sänger und Schauspieler harmonierten perfekt. 

Musik, Gesang und Schauspiel im Waitzinger Keller

Zwei berührende Stunden: Miesbacher Adventssingen verzaubert Publikum

Den Zauber der Weihnachtsgeschichte spüren: Das konnten die Besucher des 22. Adventssingens des Miesbacher Trachtenvereins im Waitzinger Keller. 

Miesbach Eine altbekannte Geschichte neu und ohne Verluste am Gehalt zu erzählen, gelang dem Miesbacher Trachtenverein auch heuer wieder. Zum 22. Adventssingen im Saal des Waitzinger Keller hatte Regisseurin Regina Weber-Toepel für das traditionelle Weihnachtsspiel als Leitfigur einen Blinden ersonnen, der mit seinem Traum-Bericht durch die Szenen der Heilsgeschichte führte. Unter dem Motto „…und sie sehen schon den Stern“ ließen die Schauspieler und vor allem die Sänger und Musikanten der sechs Gruppen für zwei besinnliche Stunden den Weihnachtstrubel draußen völlig vergessen.

Organisator Hans Erler hatte auch diesmal mit sicherem Händchen junge und gestandene, bewährte und unbekanntere Künstler mit abwechslungsreichen Repertoires eingeladen. Gesang und Instrumentalstücke im Wechsel mit der Handlung auf der nur sparsam möblierten Bühne verbreiteten heimelige Stimmung im voll besetzten Saal, wo das Publikum mäuschenstill schaute und lauschte.

Die Nachbarschaft vertraten die vier Unterwaller Musikantinnen, die mit feinen, leisen Weisen und Tanzlmusik auf Klarinette, Steirischer Harmonika, Harfe und Kontrabass verzauberten. Aus dem Chiemgau hatten es auch die drei Perlseer Dirndln nicht weit. Die Stimmen der jungen Frauen im Wechsel zu ihren Zwischenspielen auf Geige, Klarinette und Harfe begeisterten in neueren Adventsliedern.

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Wie der Name „SteiBay Dreigesang“ schon nahelegt, pflegen der Tenor und die beiden Sängerinnen eine internationale Musikfreundschaft. Mit ihren vollen Stimmen im perfekten Zusammenklang beeindruckten sie durch gefühlvolle Anbetungslieder. Die fünf Göllwurz’n Bläser aus dem Salzburger Land glänzten mit weichen und triumphalen Tönen in zarten Weisen und strahlenden Fanfaren.

Dass die vier Freundinnen der bekannten „Vielsaitigen“ sich für traditionelle Volksmusik begeistern, ließen sie auf Hackbrett, Harfe, Gitarre, Bass und Querflöte hören. Mal gefühlvoll und andächtig, mal fröhlich und wiegend, perlten die Melodien in den Raum. Gänsehaut erzeugte der Oberauer Viergsang aus der Wildschönau, als die vier gestandenen Mannsbilder mit Schätzen aus dem reichen Erbe frommer alpenländischer Lieder aufwarteten.

Nach dem Verklingen der letzten Melodie und dem Verlöschen des warmen Bühnenlichts durften die Zuhörer endlich applaudieren. Das taten sie unter „Bravo“-Rufen so lange und ausgiebig, dass sie erst aufhörten, als die Sänger, Musikanten und Schauspieler die Bühne verließen, um sich mit ihren Gästen im Trachtenheim zusammenzusetzen.

Von Gudula Beyse

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