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Passt und wackelt nicht: ADFC-Kreisvorsitzender Hartmut Romanski hat den neuen Fahrradständer am Miesbacher Marktplatz bereits eingeweiht.

ADFC-Geschenk wurde jetzt endlich eingeweiht

Nach zwei Jahren: Stadt findet Platz für geschenkte Radlständer

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Miesbach - Gut Ding will Weile haben in Miesbach. Zwei Jahre musste der ADFC-Kreisverband warten, bis seine Radständer am Marktplatz aufgestellt wurden.

Sechs Autostunden trennen Miesbach von Wuppertal. Aus Radfahrersicht sind sich die Städte jedoch ziemlich ähnlich. Beide liegen in einem Talkessel – und sind damit nicht unbedingt attraktiv für Radler. Eine Ausrede, die Hartmut Romanski, Vorsitzender des ADFC-Kreisverbands Miesbach, nicht gelten lässt. So habe man in seiner alten Heimat im Bergischen Land eine stillgelegte Bahnlinie in einen vier Meter breiten Radweg umgebaut. „Seitdem fahren dort alle mit dem Fahrrad“, erzählt Romanski und schmunzelt.

Auch in Miesbach hat er eine „Radl-Achse“ ausgemacht: Sie beginnt am Marktplatz und führt über Schmiedgasse und Jahnweg bis zum Edeka-Markt an der Waitzinger Wiese. Was noch fehlt, sind die Schilder. Der ADFC habe angeboten, auch diese bayernweit einheitlichen Wegweiser zu sponsern, berichtet Romanski. Im Rathaus wird die Anfrage laut Geschäftsleiter Gerhard Führer derzeit geprüft. Nach der Urlaubszeit werde man das weitere Vorgehen besprechen.

Dass es in Miesbach aber durchaus etwas dauern kann, bis seine Geschenke angenommen werden, hat Romanski zuletzt bei den beiden durch den ADFC gesponserten Fahrradständern für den Marktplatz festgestellt. Ganze zwei Jahre lang dauerte es, bis sich Stadtentwicklungs- und Bauausschuss auf einen Standort geeinigt haben. Am Ende wurden es zwei Module: drei Stellplätze zwischen Café Huatfabrik und Bräuwirt, drei am Maibaum.

Sichtlich erleichtert weihte der ADFC-Kreisvorsitzende nun die modernen Radlparkplätze ein. Dazu war der Holzkirchner trotz Regen und Kälte mit dem Drahtesel in die Kreisstadt gekommen. Vorbildlich – genauso wie der Fahrradständer. Ein schlichter Rahmen aus verzinktem und pulverbeschichtetem Metall. „Das passt am besten ins historische Stadtbild“, erklärt Romanski. Tatsächlich wirken die Abstellanlagen wie ein gefälliger Zaun. Praktisch seien sie obendrein, sagt Romanski und schiebt zum Beweis sein Vorderrad in die Halterung. Es quetscht nichts, es zwickt nichts. Trotzdem steht das Fahrrad sicher und fest. Damit es das auch dann noch tut, wenn der Besitzer nach dem Einkaufen zurückkommt, gibt es einen eigenen Bügel für das Schloss. Moderne Technik also. „Und durch den ADFC zertifiziert“, ergänzt Romanski. Aber auch nicht billig. 1200 Euro haben die beiden Radständer gekostet.

Jetzt wünscht sich der Kreisvorsitzende, dass die Miesbacher das Angebot auch annehmen. Angesichts der stetig zunehmenden E-Bike-Fahrer hat er daran aber keinen Zweifel. Spätestens dann würden auch alle Geschäftsleute den Vorteil eines hochwertigen Radlparkplatzes erkennen. Dass es dafür aber auch noch ein gutes Stück Aufklärungsarbeit braucht, hat Romanski gleich bei der Einweihung festgestellt. Bei den Aufbauarbeiten zum Kulinarischen Abend hat wohl ein Gabelstapler eine Palette vor dem Radständer am Maibaum abgestellt. „Vielleicht sollte man da ein Kreuz auf den Boden malen“, sagt der Kreisvorsitzende.

Bei schönem Wetter sei das aber ohnehin kein Thema mehr. Da, hofft Romanski, ist der Ständer ab dem Morgen mit Fahrrädern zugeparkt. Dass die insgesamt sechs Plätze eigentlich viel zu wenig sind, ist ihm klar. „Aber zumindest ist mal ein Anstoß geschafft.“ Falls sich die Nachfrage so entwickle wie gewünscht, könne man die Fahrradständer modular erweitern. Auch Florian Ruml, Verkehrsreferent und Mitglied des Arbeitskreis Rad, will weiter für die Radler in der Kreisstadt in die Pedale treten. So werde der AK weitere Standorte für Abstellanlagen prüfen und auch das Wegenetz unter die Lupe nehmen.

Romanski hofft vorerst auf eine baldige Beschilderung der Radverbindung vom Marktplatz zur Waitzinger Wiese. Dann nämlich würden bestimmt noch mehr Miesbacher aufs Fahrrad umsteigen, ist er sicher. Wie das funktionieren kann, hat Romanski in Wuppertal selbst erlebt.

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