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Auch der Busverkehr im Landkreis soll noch erweitert werden.

"Mit dem Rad hat man im Winter ein Problem"

Im Kreistag: CSU fordert neuen Nahverkehrsplan

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Landkreis - Das Thema Verkehr ist eines der drängendsten im Landkreis Miesbach. Der Bericht der Arbeitsgruppe Mobilität war jedoch der letzte Punkt der Kreistags-Tagesordnung. Klar ist: Es gibt viel zu tun.

Die Sitzung des Miesbacher Kreistags währte schon fast fünf Stunden, als es im letzten Tagesordnungspunkt im Bericht einer Arbeitsgruppe um das Thema Mobilität ging. „Aber es ist eines der drängendsten Probleme, die wir haben“, machte CSU-Fraktionssprecher Josef Bierschneider klar. Eben darum müsse der Landkreis alles tun, um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver zu machen. 

Aber es brauche auch Lösungen für den Individualverkehr. „Und mit dem Rad hat man im Winter ein Problem.“ Zuvor hatten die Vertreter des Arbeitskreises Mobilität lange über Radwege gesprochen. Das Netz soll verbessert und gut ausgeschildert werden. Für den nördlichen Landkreis ist auch ein Radverleih-System angedacht. Pendler könnten, wie in München, ein Rad zum Beispiel am Bahnhof leihen und an einem anderen Punkt innerhalb des Verleih-Bereichs wieder zurücklassen. 

Für Radtouren ist das System weniger geeignet: Es handelt sich um einfache Räder, die sich nicht für anspruchsvolle Ausflüge eignen. Verbessern will der Landkreis auch das vorhandene Netz für E-Bike-Aufladestationen. 

Einer Aktualisierung bedarf der Nahverkehrsplan. Er stammt aus den 90er-Jahren und lässt viele Wünsche offen. Einen neuen Plan erstellen zu lassen, kostet allerdings viel Geld. Er plädiere dafür, wenigstens einen „Nahverkehrsplan light“ in Auftrag zu geben, meinte Peter Schiffmann, Fachbereichsleiter Verkehr am Landratsamt. Dieser solle zumindest die groben Ziele festlegen. Wie viel der Landkreis in die Planung investieren wolle, müsse am Runden Tisch zur Vorberatung des Haushaltes 2017 diskutiert werden. 

Ein Punkt, den Bierschneider unterstützte. „Es geht darum, das Geld sinnvoll einzusetzen“, meinte der CSU-Fraktionschef. Im Übrigen sei es auch gut, dass der Landkreis im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 berücksichtigt sei. Sonst gäbe es keine Mittel für den Verkehr. „Und der brennt allen Bürgern auf den Nägeln“, meinte Bierschneider. Wie berichtet, sieht der BVWP neben dem Ausbau des Autobahnzubringers bei Holzkirchen den Bau von Umgehungsstraßen in Holzkirchen, Waakirchen und Gmund vor. 

Die Argumentation, die im BVWP in Aussicht gestellten Mittel flössen generell in die Verbesserung der Verkehrssituation, zieht nach Ansicht von Irmi Ammer (SPD) aber nicht. Das Geld gebe es für Umgehungen, nicht für den ÖPNV oder Radwege: „Es geht immer nur um die Straßen.“

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