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Standorte: Die Kreuze markieren die Wunschstandorte des Stadtentwicklungsausschusses für die Radlständer.

Stadtentwicklungsausschuss hat entschieden

Geschenkter Radlständer findet eine Heimat

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Miesbach – Der Radständer, den der Kreisverband des ADFC der Stadt Miesbach im Sommer 2014 für deren Marktplatz geschenkt hat, hat nun eine Heimat gefunden: Er soll geteilt werden.

Drei Stellplätze werden zwischen Marktapotheke und dem Café Huatfabrik aufgestellt, die drei anderen westlich neben dem Maibaum. Darauf hat sich der Stadtentwicklungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung geeinigt.

Dabei war die Standortsuche nicht das einzige Thema, das diskutiert wurde. Wie berichtet, hatte sich der Bauausschuss in seiner März-Sitzung unter dem Punkt „Unvorhergesehenes“ darauf geeinigt, das Thema beim nächsten Treffen am morgigen Dienstag endgültig klären zu wollen. Tendenziell fasste man die Standorte Apotheke und Märchenbrunnen ins Auge. Doch vorher setzte die Bauverwaltung das Thema auf die Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses. Die Zuständigkeit wurde mit dem gestalterischen Element für den Marktplatz begründet.

Bei einigen auch in diesem Gremium vertretenen Bauausschussmitgliedern kam das nicht gut an. Der damalige Sitzungsleiter, Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD), forderte ebenso die Entscheidungsbefugnis für den Bauausschuss ein wie Markus Baumgartner (CSU) und Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FW). Letzterer monierte: „Wir wussten ja nichts von diesem Geschenk. Gott sei Dank hat es Fertl auf die Tagesordnung gepackt.“ Den Kommentar von Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU), wonach sie sich für das Hin und Her während ihrer Abwesenheit schäme, wollte Lechner nicht stehen lassen. „Dann hätte sie es vorher draufstellen sollen.“

Dagegen lehnte Verkehrsreferent Florian Ruml (FW) eine erneute Runde im Bauausschuss ab. Alfred Mittermaier (CSU) bot einen Mittelweg an: den Radständer bis zum Sitzungstermin in die Wege leiten. Ähnlich sah es Astrid Güldner (Grüne), die nicht im Bauausschuss sitzt: „Wir sagen, der Stadtentwicklungsausschuss begrüßt diese Lösung, und Bauausschuss setzt sein Hakerl drunter. Vor dem 19. April stehen die Ständer eh nicht.“

In der Sache herrschte großer Zuspruch, doch geeignete Standorte für Fahrradständer sind laut Ruml am Marktplatz schwer zu finden. Der Grund: Sie dürfen dem Wochenmarkt am Donnerstag nicht in die Quere kommen. „Wir haben mit dem AK Rad im Sommer 2013 mögliche Standorte geprüft und am Marktplatz nur drei gefunden“, berichtete Ruml. Neben denen bei Apotheke und Maibaum noch im Norden bei der Bäckerei Grabmaier. Dort würde aber – anders als bei den beiden anderen – ein Stellplatz wegfallen. Was der Verkehrsreferent vermeiden will.

Doch genau das sehen die Geschäftsleute wider Erwarten als verschmerzbar an. „Viele Kunden kommen mit dem Fahrrad zum Marktplatz“, bestätigte die stellvertretende GWM-Vorsitzende Uschi Liebhardt. Deshalb sei es wichtig, zentral ausreichend Ständerplätze zu schaffen. Dafür sei auch ein Stellplatz verzichtbar, weil ja ein Gegenwert geschaffen werde. Eines sei jedoch klar: Die geschenkten Ständer reichten bei Weitem nicht.

In der Abstimmung über beide Standorte herrschte jedoch Einigkeit. Dort könnten – so die Bürgermeisterin – die Gäste von Bräuwirt und Eisdiele ihre Fahrräder auch im Auge behalten.

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