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Ausgeraubt: Parfüms im Wert von bis zu 40.000 Euro ließen die Täter in der Parfümerie Winkel mitgehen.

Bereits zum dritten Mal:

Schlierseer Parfümerie ausgeraubt - 40.000 Euro Schaden

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Schliersee - Zum dritten Mal brechen Unbekannte in die Schlierseer Parfümerie Winkel ein. Wie kann es sein, dass die Einbrecher immer wieder so leichtes Spiel haben und so fette Beute machen? 

Barbara Winkel weiß nicht mehr weiter. „Man kann mir bald die Lust an meinem Geschäft nehmen“, sagt sie. Die Chefin der Schlierseer Parfümerie in der Bahnhofsstraße muss dieses „furchtbare Gefühl“, wie Winkler es beschreibt, jetzt zum dritten Mal durchstehen. Wenn man in der Früh aufsperrt, die Lichter gehen nicht - und dann starren sie die leeren Regale aus der Dunkelheit an. Und das Chaos. Und das nun schon zum dritten Mal. Zum dritten Mal das Wissen, dass da jemand in ihrem Laden war, in sämtlichen Schubladen gewühlt hat und machen konnte, was er wollte, damit hat Winkel hart zu kämpfen. „Der Ärger ist nicht nur äußerlich, der ist innerlich.“  

Das massive Eisengitter am Fenster hat die Täter nicht aufgehalten. Die Tür ist ebenfalls vergittert - das war den Einbrechern aber wurscht.

Soviel ist bisher klar: In der Nach von Sonntag auf Montag brachen unbekannte von hinten in die Parfümerie ein. Dafür mussten die Einbrecher ein massives Metallgitter vor dem rückwärtigen Fenster aus der Mauer brechen. Das Gitter war eine Auflage der Versicherung nach den vergangenen Einbrüchen. Teuer in der Anschaffung, martialisch im Aussehen, allein: Gebracht hat es wenig. 

Danach gab‘s keine großen Probleme mehr. Das Fenster war schnell aufgebrochen, und auch in den Geschäftsräumen fanden sich die Einbrecher offenbar gut zurecht. „Die wussten sogar wo der Sicherungskasten war“, sagt Winkel. Wahrscheinlich mussten die Täter nicht einmal großartig mit auffälligen Taschenlampen warten. Von der Straße, vor allem der gegenüberliegenden Bank fällt genug Licht in den Verkaufsraum. Und auch dort gingen die Unbekannten recht gezielt vor.

Nur die teuersten, exklusiven und neusten Produkte waren ihnen gut genug. Mehrere hundert Fläschchen packten die Einbrecher ein. Die Polizei geht in einer ersten Schätzung davon aus, dass die Beute insgesamt zwischen 30.000 und 40.000 Euro wert ist. Keine Peanuts, auch wenn sich Winkel selbst noch nicht auf eine Schadenssumme festlegen will. „Wir schreiben gerade noch alles zusammen.“ Klar ist dagegen, dass die Parfümerie-Chefin mitten im Weihnachtsgeschäft - die wichtigste Zeit, wie wohl jeder Einzelhändler bestätigen kann - mit leeren Regalen dasteht. „Alles was exklusiv ist, ist weg.“ Die Ladenhüter haben die Einbrecher stehen gelassen.

Und der Einbruch passierte freilich zu einer günstigen Zeit. Winkel: „Denen war auch klar, dass wir vor Weihnachten den größten Bestand haben.“ Aus all diesen Gründen glaubt Winkel, dass es sich um dieselben Täter von damals handelt. Bereits im Dezember 2011 sowie im Mai 2012 wurde der Laden nach demselben Schema ausgeraubt.

Die Polizei will sich da noch nicht festlegen. Möglich ist freilich auch, dass Winkels Parfümerie in der Szene inzwischen bekannt ist. Das Fenster, durch das die Einbrecher einstiegen, ist kaum einsehbar und bequem über den Fußweg hinterm Haus zu erreichen. Nur das Metallgitter wird die Diebe ein wenig aufgehalten haben. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die in der Nacht von Sonntag auf Montag etwas vor und hinter dem Haus in der Bahnhofstraße beobachtet haben.

kmm

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