+
Kreis-Genossen: (im Uhrzeigersinn) Titus Mayr (unten), Robert Kühn, Barbara von Miller, Gwenny Kalch, Hannes Gräbner, Lena Molitor, Hans Pawlovsky, Uli Mehrer und Christine Negele leiten die Kreis-SPD.

Im Aufwind?

"Die CSU muss sich warm anziehen"

Miesbach - Die Genossen haben Mut gefasst: Bei ihrer Delegiertenversammlung verjüngt die Kreis-SPD das Vorstandsteam und sieht sich im Aufwind.

Führungswechsel in der Kreis-SPD: Hannes Gräbner, Kommunikations-Referent aus Holzkirchen, löst Christine Negele ab. Die Tegernseerin hatte seit 2008 die Fäden der Partei, die auf Kreisebene zurzeit 423 Mitglieder hat, in der Hand gehalten. Bei der Delegiertenversammlung im Hopf-Weißbräustüberl in Miesbach wurde die Führungsspitze deutlich verjüngt. Gräbners drei Stellvertreter sind alle noch im Jusoalter.

Dass die SPD sich über leichte Zuwächse in der Mitgliederkartei freuen konnte, sorgte im Kreise der Genossen für eine gewisse Beruhigung.

Die SPD hat zwar nicht die Organisationsstärke der in der Region übermächtigen CSU, trotzdem wollen sich die Genossen an einen „Dialog mit dem Bürgern“ wagen und haben Negele zufolge bereits einen „superguten Start“ erlebt. Dabei geht es den Genossen offenkundig auch darum, Berührungsängste in der Bevölkerung abzubauen. Negele gab unumwunden zu, dass die SPD bei ihren Veranstaltungen und politischen Aktionen bislang „nur eine bestimmte Wählerschicht“ erreicht habe. Das müsse sich ändern. Große Hoffnungen werden vor allem in die verjüngte Führungsriege gelegt. Der neue Kreisvorsitzende Hannes Gräbner gilt als erfahrener PR-Arbeiter, war einst Vorsitzender der Jusos in München und Mitarbeiter des früheren SPD-Bayern-Chefs Franz Maget. Der bisherige Vorsitzende des Ortsvereins Holzkirchen sieht die SPD im Landkreis Miesbach „gut aufgestellt“. Seine Stellvertreter sind Robert Kühn (32). Juso-Vorsitzender in Bad Wiessee und selbständiger Kaufmann, die Studentin Lena Molitor (22) und der Gymnasiast Vitus Mair (17). Alle drei wollen sich in der Kommunalpolitik verstärkt einsetzen für eine „tolerante und offene Gesellschaft“ (Kühn). 

Das junge Trio wird von den Genossen angepriesen als Ausdruck wachsender sozialdemokratischer Präsenz in der fortschrittlichen Jugend. Martin Walch, SPD-Fraktionssprecher im Kreistag, ist sogar der Meinung, die CSU müsse sich „warm anziehen“, wenn Kühn, Molitor und Mair in den politischen Wettstreit eingreifen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zimmerei, Bistro, Praxis: „Bauernhof“ im Gewerbegebiet in Agatharied
Zimmerei, Bistro, Praxis: Der neue Gewerbehof an der Oberen Tiefenbachstraße in Hausham erfüllt viele Funktionen. Am Wochenende ist Tag der offenen Tür.
Zimmerei, Bistro, Praxis: „Bauernhof“ im Gewerbegebiet in Agatharied
Weil Amtsinhaber so gut arbeitet: CSU Hausham verzichtet auf Bürgermeisterkandidat
Die CSU Hausham geht ohne eigenen Bürgermeisterkandidat in die Kommunalwahl 2020. Der simple Grund: Dier Ortsverband ist mit Amtsinhaber Jens Zangenfeind zufrieden.
Weil Amtsinhaber so gut arbeitet: CSU Hausham verzichtet auf Bürgermeisterkandidat
17.500 Kilometer von München nach Schliersee: Weltumradler sind wieder daheim
Fünf Kontinente, 22 Länder, 17 500 Kilometer: Einmal um den Erdball sind Uwe Ellger und Isabel Ritz für ihren außergewöhnlichen Umzug von München nach Schliersee …
17.500 Kilometer von München nach Schliersee: Weltumradler sind wieder daheim
Die besten Skigebiete nahe München - inklusive Geheimtipps und Pisten-Porträts
Der Schnee staubt hoffentlich bald wieder in den Skigebieten im Umland von München. Bis dahin zum Planen: Die Top-Skigebiete und Geheimtipp-Pisten nahe München.
Die besten Skigebiete nahe München - inklusive Geheimtipps und Pisten-Porträts

Kommentare