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Üppiges Blütenmeer: Die Blühwiesen auf den Miesbacher Verkehrsinseln – hier am Kreisverkehr am Ortseingang – sind im Sommer prächtig gediehen.

Bepflanzung

Wildblumen dürfen auch 2017 sprießen

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Billiger und besser: Die Blühwiesen auf den Miesbacher Verkehrsinseln sind im Stadtentwicklungsausschuss auf positive Resonanz getroffen. Der Tenor: mehr davon.

Was aus dem Haushaltsloch erwuchs, blühte im Sommer richtig auf: Die wilden Blumenwiesen, die auf den Miesbacher Verkehrsinseln angesät wurden, haben sich nicht nur in finanzieller Hinsicht als echter Volltreffer erwiesen. „Das Umdenken war gut“, machte sich Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FWG) nun im Stadtentwicklungsausschuss für eine Verlängerung der Aktion im kommenden Jahr stark. Nicht nur, weil die Wiesenblumen pflegeleichter und damit günstiger als aufwendig angelegte Rabatten sind. „Auch die Bienen profitieren davon“, sagte Lechner, der die Idee seinerzeit aus Bad Tölz mit nach Miesbach gebracht hatte.

Die Unterstützung im Ausschuss war ihm sicher. „Wir sollten diesen Weg weitergehen und die Blühflächen ausweiten“, sagte Florian Ruml (FWG). Eine engere Verbindung zur Ökomodellregion schlug Astrid Güldner (Grüne) vor. Sie habe mit Managerin Marika Kinshofer gesprochen und die habe sich bereit erklärt, Infotafeln über die Bedeutung einer Blühwiese für die Natur aufzustellen.

So sehr sich die Bienen über das bunte Paradies auf den Verkehrsinseln freuen: Für manche Autofahrer waren sie nicht ungefährlich, wie Christine Schreiner, Inhaberin von Wäsche Grabmaier, feststellte. Vor allem an der Einmündung der Tölzer Straße in die B 472 seien die Wiesen so hoch gewachsen, dass sie Autofahrern beim Abbiegen die Sicht geraubt hätten. „Das war manchmal fast gefährlich“, sagte Schreiner. Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) versprach, sich bei Gärtnern und Imkern über andere Samenmischungen zu erkundigen und so den Wildwuchs einzudämmen. Lechner führte letzteren auch auf den feuchten Sommer zurück. Damit der Bauhof nicht wieder zum Rasenmäher greifen muss, schlug Franz Mayer (CSU) vor, die Sichtdreiecke mit Zierkies freizuhalten.

Eine Abkehr von der Blühwiese brachte dagegen Uschi Liebhardt, Inhaberin des gleichnamigen Modeladens am Marktplatz, ins Gespräch – wenn auch nur für die Verkehrsinsel in Schweinthal. Zwei Gärtnereien hätten sich bereit erklärt, die Patenschaft für die Fläche zu übernehmen. Grund sei die mehrmonatige Sperrung der Johannisbrücke ab dem kommenden Frühjahr. „Die sind da ganz besonders betroffen“, erklärte Liebhardt. Mit der Aktion würden die Gärtner versuchen, auch während dieser schwierigen Phase Kunden in ihre Läden zu locken.

Manfred Burger (Grüne) begrüßte dieses Angebot. „Es ist immer gut, wenn da jemand ein Auge drauf hat“, sagte er. Skeptisch zeigte sich Lechner: In seinen Augen habe es keinen Sinn, in bereits umgewandelte Flächen die Erde wieder auszutauschen. Bürgermeisterin Pongratz kündigte an, mit den betreffenden Geschäften Kontakt aufzunehmen. „Gärtner wollen bestimmt auch Blühwiesen.“

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