Nach neuer Flüchtlingsprognose

Asyl: Weitere Turnhallen im Visier

Landkreis - Bei der Unterbringung der nach oben korrigierten Zahl von Asylbewerbern wird das Landratsamt nicht umhin kommen, auf Turnhallen zurückzugreifen. Das stellt die Behörde nun auf Anfrage klar.

„Als kurzfristige Lösung wird – analog zu anderen Landkreisen – zumindest eine vorübergehende Belegung von Turnhallen nicht vermeidbar sein“, heißt es aus dem Landratsamt. Längerfristig setze man „verstärkt auf Traglufthallen“ – wohlgemerkt: Mehrzahl. Über Standorte schweigt sich die Behörde aus. Bekannt ist aber, dass mehrere geprüft werden.

Die Lösung Traglufthalle sei die nächstliegende, da Container aktuell am Markt nicht zu bekommen seien. Die aufblasbaren Unterkünfte seien vergleichsweise kurzfristig verfügbar. Dennoch dauert die Vorbereitung des auserkorenen Areals sowie die Lieferung solcher Hallen einige Monate. Deshalb: erstmal Turnhallen.

Direkten Zugriff hat der Landkreis nur noch auf die Halle an der Zentralen Sportanlage in Hausham, die Objekte am Gymnasium und der Realschule Miesbach sowie an der Realschule Holzkirchen. Das Landratsamt ist offenbar gewillt, neben den baulichen Voraussetzungen auch die bestehende Zahl der Asylbewerber in seine Entscheidung einfließen zu lassen, so diese ansteht. Die neuen Hallen am Gymnasium Holzkirchen und der Realschule Gmund fallen zunächst einmal aus, weil diese bekanntlich vom Bauträger SKE betrieben werden. Die Gymnasiums-Halle in Tegernsee ist bereits mit Flüchtlingen belegt, und die Berufsschulturnhalle in Miesbach wird als Erstaufnahme-Einrichtung genutzt.

Wie berichtet, soll Letztere künftig 300 Menschen beherbergen können. Das Landratsamt geht aber nicht davon aus, dass dieses Kontingent bei der aktuellen Belegung ausgeschöpft wird, sondern erst bei einer Neuaktivierung des Notfallplans.

Die meisten anderen Turnhallen im Landkreis gehören den Gemeinden, und dabei setzt das Landratsamt auf die Kommunen. „Die immer größer werdenden Herausforderungen kann der Landkreis nur in enger Abstimmung mit den Gemeinden meistern“, heißt es. Denn vor Ort würden bessere Kenntnisse von möglichen Standorten herrschen.

dak

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