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Micheal Dürr, ehemals Gemeinderat in der PWG-Fraktion, jetzt nur noch Gemeinderat.

"Ich bin jetzt befreit, ich habe weniger Gewicht."

Nach Rausschmiss: Dürr erklärt sich im Interview

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Schliersee - Auf einmal allein in der PWG – für Michael Dürr kein Problem. Wie er den Ausstieg der beiden Ex-Kollegen bewertet, erklärt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Herr Dürr, wie geht’s Ihnen jetzt, so ganz allein?

Dürr: Ganz gut. Ich bin jetzt befreit, habe weniger Gewicht.

Wie geht es mit der PWG weiter?

Dürr: Das wird sich demnächst zeigen. Das kann man jetzt noch nicht sagen.

Bringt Sie der Ausstieg zum Nachdenken, gar Umdenken?

Dürr: Nein, ich lasse mich nicht verbiegen. Schauen Sie: Ich bin angetreten mit dem klaren Ziel, mehr Transparenz zu schaffen für die Bürger. Diesem Ziel bleibe ich treu, auch wenn das dicke Bretter sind. Dabei spüre ich bei der PWG, im Unterstützungsverein und bei den Alten große Zustimmung. Und wir bekommen viel Zuspruch für unser Bürgerbegehren gegen Sixtus. Das ist für mich wichtig. Mir geht es darum, dass wir genau hinschauen – im Interesse der Gemeinde. Ich poche darauf, dass wir uns an Recht und Gesetz halten.

Sie verkraften das gut.

Dürr: Menschlich bin ich schon enttäuscht. Das alles wurde vergangene Woche offenbar hopplahopp vorbereitet. Da sind auch andere Gründe im Spiel. Schauer wollte von Anfang an in den Bauausschuss, aber den habe ich gefordert, weil ich die meisten Stimmen hatte. Aber letztlich brauche ich für meine Arbeit keinen Sitz im Ausschuss.

Glauben Sie, dass Sie mit diesem Konfrontationskurs etwas erreichen?

Dürr: Ja, sicher nicht sofort, aber auf Dauer. Es gibt ja Erfolge wie die Stellplatzsatzung. Ich werde auch gerne als Aufwiegler dargestellt, obwohl ich in 90 Prozent mitstimme. Aber ich darf meine eigene Meinung haben. Dass ich dem Bürgermeister ein Dorn im Auge bin, ist ja klar. Auch dass viele nicht mehr hinhören. Aber ich setze mich durch. Ich mache weiter, das bin ich meinen Wählern schuldig.

Und hier gibt's die Hintergründe zu dem Fraktionskrach.

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