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Die ehemalige Caritas-Familienstätte in Hundham gehört nun der Gemeinde.

Nachtragshaushalt in Fischbachau

Caritas-Kauf kostet Gemeinde drei Millionen Euro

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Fischbachau - Der Nachtragshaushalt in Fischbachau für die ehemalige Familienferienstätte in Hundham wurde beschlossen. Die Regierung von Oberbayern legt aber ein Veto gegen die Flüchtlingspläne der Gemeinde ein.

Drei Millionen Euro sind viel Geld. Auch für Fischbachau. Doch der Kauf der Caritas-Familienstätte in Hundham ist für Bürgermeister Josef Lechner (CSU) und seine Gemeinderäte eine langfristige Investition, die am Ende voraussichtlich mit einem Plus zu Buche schlagen wird. Deshalb gab es beim Beschluss zum Nachtragshaushalt im Gemeinderat keinerlei Diskussion.

Der Kauf ist bereits getätigt, das Caritas-Gelände und die bestehenden Gebäude gehören der Gemeinde. „Damit haben wir einige Herausforderungen gelöst“, erklärte Lechner. Er meint damit die fehlenden Kindergartenplätze im Gemeindegebiet. In einem der Gebäude soll eine Übergangslösung den Engpass beheben.

Für die Kasse der Gemeinde heißt das: Der Verwaltungshaushalt wird von ursprünglich 9,87 Millionen Euro auf 9,9 Millionen Euro erhöht, der Vermögenshaushalt von 8,19 Millionen Euro auf 11,47 Millionen Euro. Statt einem Kredit über 2,2 Millionen Euro wird die Gemeinde nun 5,28 Millionen Euro aufnehmen müssen. „Auf den laufenden Betrieb wirkt sich das weder positiv noch negativ aus“, erklärte Kämmerer Johann Hermann. Langfristig steht die Gemeinde mit dem Kauf allerdings gut da. „Wenn alles vermietet ist, erwirtschaften wir einen Überschuss“, sagte Lechner. Und dann könne der Kredit getilgt werden.

Situation mit Flüchtlingen: „Das Landratsamt unterschreibt nicht“

14 Wohnungen soll es zukünftig in der ehemaligen Ferienstätte geben, die für Bürger mit einem „schmäleren Geldbeutel“ gedacht sind. Möglicherweise könnten es auch noch mehr werden. Denn die 15 Asylbewerber, die die Gemeinde auf dem Caritas-Gelände ebenfalls unterbringen wollte, werden vorerst nicht dort einziehen dürfen.

Das Veto kommt von oben. Die Regierung von Oberbayern hat angeordnet, dass Flüchtlinge nur noch zentral untergebracht werden. Fischbachau hat aber eine dezentrale Unterbringung angedacht. Zum einen im Caritas-Gebäude in Hundham, zum anderen auf einem Grundstück der Kirche in Elbach, auf dem Container aufgestellt werden sollten. Beide Verträge sind soweit fertig. „Das Landratsamt unterschreibt aber nicht“, sagte Lechner.

Somit wird es zunächst bei 36 Asylbewerbern in der Gemeinde bleiben. Verständnis haben die Gemeinderäte dafür nicht. „Die müssten doch froh sein über eine dezentrale Lösung“, fand Manfred Kreuzmayr (FWG). Die Gemeinde wird nun abwarten, wie sich alles entwickelt. Bernhard Padeller (FaB) sprach sich aber dafür aus, das Thema im Herbst wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

Bis auf Weiteres widmet sich die Gemeinde also nur den 14 geplanten Wohnungen und dem neuen Kindergarten. Die ursprünglichen 1,6 Millionen Euro, die für Letzteren eingeplant waren, bleiben erst einmal im Haushalt stehen. 600 000 Euro davon werden im laufenden Jahr in Umbaumaßnahmen investiert. Ob die restliche Million im Jahr 2017 dann benötigt wird, bleibt offen.

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