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Absolut keimfrei: Dr. Dirk Becker, Landrat Wolfgang Rzehak, Dr. Axel Wahlländer, der kaufmännischer Direktor Michael Guggemoos sowie der stellvertretende pflegerische Leiter der Endoskopie, Ivan Menegoni, an der neuen Desinfektionsanlage.

Krankenhaus Agatharied

Fast einmalig in Europa

Agatharied - 600 000 Euro für die Sicherheit der Patienten: Am Freitag haben die Verantwortlichen des Krankenhauses Agatharied die neue Endoskopie in Betrieb genommen.

So etwas gibt es in Europa zwar ein zweites Mal – und zwar in Dänemark –, aber eben nicht häufiger. Das Krankenhaus Agatharied hat gestern seine neue, hochmoderne Endoskopie in Betrieb genommen, und das kommt vor allem den Patienten zugute. „Mit den hier vorhandenen Geräten stehen in erster Linie die Hygiene- und Patientensicherheit im Vordergrund“, erklärt Dr. Dirk Becker, Chefarzt für Innere Medizin. „Für den nächsten Patienten ist absolute Keimfreiheit gewährleistet.“

 Dies sei auch an den Wochenenden, an denen in der Regel nur Notfall-Untersuchungen stattfinden, garantiert. Die Neuanschaffung kann beispielsweise eingesetzt werden für Darm-, Magen- und Atemwegsspiegelungen sowie für hochkomplexe Untersuchungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse. Die Geräte werden in einem eigens dafür angefertigten Becken gründlich gereinigt und desinfiziert, anschließend werden sie in Thermoschränken zum Trocknen aufbewahrt. In diesen werden kontinuierlich die Temperatur sowie die Luftzirkulation durch einen Filter überwacht. „Das ist der höchste Standard an Geräteaufbewahrung“, bekräftigt Becker. 

Drei Monate hat es gedauert, bis alles umgebaut war. Ein erfreulich kurzer Zeitraum, sagt Becker. Nach Ansicht des Chefarztes war die Anschaffung absolut notwendig. Denn: „Wir führen hier immer mehr endoskopische Untersuchungen durch.“ 5500 seien es mittlerweile pro Jahr. 1998, als das Krankenhaus am Norbert-Kerkel-Platz eröffnete, waren es lediglich 2000, bis vor drei Jahren etwa 4000. Diese medizintechnische Innovation war aber auch mit hohen Investitionen verbunden: 600 000 Euro betragen die Gesamtkosten. Kosten, die das Krankenhaus und die Bayerische Staatsregierung jeweils zu 50 Prozent tragen. Doch bei endoskopischen Untersuchungen und Behandlungen, die zu 75 Prozent stationär durchgeführt werden, habe die Sicherheit der Patienten vor, während und nach der Untersuchung oberste Priorität. Gewährleistet werde dies durch kontinuierliche Überwachung durch eine eigens hierfür eingesetzte Pflegekraft. 

Bei der Vorstellung der neuen Errungenschaft zeigte sich auch Landrat Wolfgang Rzehak beeindruckt von der Endoskopie. „Jetzt müssen wir für solche Untersuchungen gar nicht mehr nach München fahren“, sagte er und fügte an: „Es ist wohl nun eher so, dass die Münchner nach Agatharied kommen wollen.“

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