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Gemeinsam für den Hospizkreis: der neue Vorstand des Hospizkreises.

Hospizkreis Miesbach

Neue Spitze zum 20-Jährigen

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16 Jahre lang stand Peter Rosner an der Spitze des Hospizkreises Miesbach. Jetzt hat er zwar das Ruder an Franziska Gräfin von Drechsel abgegeben, engagieren wird sich der Miesbacher aber weiterhin: als Geschäftsführer in einer neu geschaffenen Position.

Sein 20-jähriges Bestehen feiert der Hospizkreis Miesbach in diesem Jahr, 16 Jahre lang leitete Peter Rosner als Vorsitzender die Geschicke. Der 67-jährige Miesbacher schaffte es, eine Hospizkultur im Landkreis Miesbach aufzubauen, das Thema ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und Menschen dazu zu bewegen, Sterbende und deren Angehörige zu begleiten. In seine Fußstapfen tritt nun Franziska Gräfin von Drechsel, die bereits zwei Jahre Vorstandsmitglied war.

Der neuen Vorsitzenden steht Klaus Fresenius zur Seite, der bisher schon Stellvertreter war und im Trio mit Rosner und Lisa Brandl-Thür den Hospizkreis einst gründete. Manfred Lechner hat auch künftig als Schatzmeister die Finanzen im Blick, Lisa Brandl-Thür, Cornelia Müller, Joachim Groh und Andreas Faller ergänzen als Beisitzer den Vorstand.

Rosner zieht sich zwar von der Vorstandsspitze zurück, nicht aber als engagierte Kraft: Er unterstützt Gräfin von Drechsel für die nächsten drei Jahre als Geschäftsführer. Damit sollen die Koordinatorinnen und der Vorstand wegen des zunehmenden Organisationsaufwands entlastet werden. Die neue Vorsitzende ehrte Rosner für seine 20-jährige Mitgliedschaft im Vorstand mit einer Silbermünze – dem neuen „Orden“ des Hospizkreises. Fresenius ließ es sich nicht nehmen, Rosner in einer humorvollen Rede für sein „umfassendes Engagement für die Hospizidee“ zu würdigen.

191 Mitglieder zählt der Verein aktuell, etwa 25 Ehrenamtliche sind für die Hospizarbeit speziell geschult, kommen ins Haus, wenn sie gerufen werden. Eine Gruppe von 15 Personen befindet sich aktuell in Ausbildung.

Bei der Hauptversammlung des Hospizkreises im St. Anna-Haus in Holzkirchen ließ Rosner das Jahr 2015 noch einmal Revue passieren und rief herausragende Aktivitäten in Erinnerung. Dazu zählte er den Festakt mit der Heimatzeitung zum Abschluss der Spendenaktion „Leser helfen Lesern“ sowie die Podiumsdiskussion zum assistierten Suizid mit Staatsministerin Melanie Huml und weiteren Persönlichkeiten. Ein herausragendes Ereignis sei zudem die Gründung der Gesellschaft OPAL gewesen, einer Palliativversorgung im Oberland mit dem Hospizkreis Miesbach, dem Christopherus Hospizverein Bad Tölz-Wolfratshausen sowie den Krankenhäusern Agatharied und Wolfratshausen als gleichberechtigten Partnern.

Eine erfreuliche Finanzförderung konnte Rosner erreichen: Die Otto-Beisheim-Stiftung wird den Hospizkreis drei Jahre lang mit einem großzügigen Betrag für bestimmte Zwecke fördern. Auch die Vorbereitung des Jubiläumsjahres und die Gestaltung des Kalenders und des Jahresheftes gehörten zu den Aufgaben im vergangenen Jahr.

Über die Arbeit der beiden Betreuergruppen, die in Miesbach und Holzkirchen aktiv sind, berichtete Gruppenleiterin Gabriela Staelin. Dass die Einsätze für die Begleitung sterbender und trauernder Menschen zunehmen, belegte Koordinatorin Miriam Cetinich mit Zahlen: 35 Menschen wurden 2015 auf ihrem letzten Weg begleitet, die Tendenz, sich für die Hospizbewegung zu öffnen, sei steigend. Erfreulich sei auch, dass viele Einsätze über OPAL vermittelt werden, eine Einrichtung, die im Laufe der Versammlung immer wieder gelobt wurde. Über die Begleitung trauernder Menschen und die Gründung einer zweiten Trauergruppe informierte Brandl-Thür. Von einem „Trauercafé“, dessen Gründung bereits diskutiert wurde, wird jedoch zunächst Abstand genommen.

Einige Neuerungen wurden bei der Versammlung beschlossen. So kann der Vorstand künftig genau beschriebene Aufgaben auf einzelne oder mehrere Vorstandsmitglieder sowie hauptamtliche Mitarbeiter des Hospizkreises übertragen.

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