Für besondere Leistungen geehrt hat Bürgermeister Hans Schönauer (r.): Anian Klingsbögl, Bernhard Hengler, Isabella Demmel, Alois Reichenberger, Xaver Kreidl, Nikolaus Rupprecht, Markus Kotz, Kathrin Eberhard, Nadine Berghammer, Juliane Drexl, Edward Jay, Elisabeth Huber, Florian Eberhard, Stefan Hartmann, Leonhard Drexl, Barbara Riedl, Monika Weyerer, Maximilian Kalup, Stefan Fischhaber, Peter Kufleitner, Michael Niggl, Benedikt Pröstler, Klaus Kirchberger, Maria Bauer, Anni Thrainer, Marlene Fuchs, Johannes Hofer, Josef Widmann, Dominik Astner, Vroni Weinzierl, Maria Weinzierl, Lisa Weinzierl, Florian Heiß, Thomas Stadler, Pankratz Weiß, Georg Rieder, Josef Waldschütz, Alexander Gilch, Julia von Rohrscheidt, Sarah Dienstbeck, Christian Grasmann, Lisi Maier, Franz Ziegler, Sixtus Juffinger, Franz Anian Nirschl, Wolfgang Mayr sowie Rudolf Güdel. foto: andreas leder

Neujahrsempfang: Ein Jahr mit einem roten Trumpf

Irschenberg - Beim Neujahrsempfang im Trachtenheim hat Bürgermeister Hans Schönauer auf die Eröffnung des FC-Bayern-Fanshops zurückgeblickt. Außerdem präsentiere er Themen, die 2014 anstehen und ehrte 47 Bürger für besondere Leistungen.

Irschenberg - Irschenbergs Bürgermeister Hans Schönauer ist ein Mann, der gerne scherzt und auch mal über sich selbst lachen kann. Und so beginnt er das neue Jahr mit einem Spaß: „Ich habe aus meiner Ansprache schon was rausgekürzt“, schickt er voraus und ordnet ein paar Blätter, „damit ihr schneller was zu Essen bekommt.“ Gelächter ertönt, es duftet nach Braten im Trachtenheim, aber ein bisschen Geduld müssen die Bürger noch haben. Schönauer hat auch gut lachen: „Das vergangene Jahr war ein gutes Jahr“. Bis auf das Hochwasser im Juni, das auch im Irschenberger Gemeindegebiet viele Straßen beschädigte und Kosten in Höhe von rund 250 000 Euro verursachte.

Mit diesen Worten hat Schönauer nun beim Neujahrsempfang der Gemeinde seine Bürger begrüßt. Der Nachwuchs der Irschenberger Musi eröffnete unter Leitung von Ludwig Lusky die Veranstaltung mit einer Ouvertüre aus der Feuerwehrsmusik von Georg Friedrich Händel. Dann blickte Schönauer in die Vergangenheit sowie in die Zukunft seiner Kommune.

Den größten Trumpf, den Schönauer 2013 zückte, war im Dezember die Eröffnung des Geschäftshauses in Wendling. Dieses beherbergt einen FC-Bayern-Fanshop, eine Filiale des Sportartikelbetreibers Quiksilver sowie ein Tourismuszentrum der Alpenregion Tegernsee Schliersee (wir berichteten). Die Gemeinde habe das Grundstück erworben und verpachte es an die Sport- und Tourismuscenter Irschenberg GmbH, die das 2,5 Millionen Euro schwere Bauprojekt gestemmt hat. Beteiligt sind hier die Gemeinde und die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee. „In 25 Jahren geht der Besitz an die Gemeinde über“, erklärte Schönauer. Davon profitierten kommende Generationen.

Solide Finanzen seien das Ziel der Gemeinde, so Schönauer. „Wir sind im Prinzip schuldenfrei“, meinte er. Allerdings seien Verpflichtungen für den Moarhof in Wilparting offen, den die Gemeinde gekauft hatte. Hier muss die Kommune noch rund eine Million Euro tilgen.

Besonders ärgerte sich der Rathauschef über die Bauarbeiten an der Reichersdorfer Straße, die nicht wie vereinbart Ende 2013 fertig wurden. Die zuständige Firma aus Rosenheim war mit Aufträgen überlastet und zog ihre Arbeiter einfach ab (wir berichteten). „Inzwischen ist die Straße winterfest gemacht.“ Im Frühjahr soll es weiter gehen.

Diese Jahreszeit stehe vor allem im Zeichen der Kommunalwahl. „Gebt alle Eure Stimmzettel ab, so könnt ihr die Zukunft der Gemeinde mitgestalten“, meinte Schönauer, der selbst nochmal als Bürgermeister kandidiert. Im Gemeinderat stünde ein Generationswechsel an, zumal neun der aktuellen Amtsträger nicht mehr antreten. Ansonsten will die Gemeinde den Lärmschutz an der A8 im Auge behalten sowie den DSL-Ausbau. „Eine der größten Herausforderungen ist die Energiewende“, mahnte Schönauer. „Wir können das großen Firmen überlassen oder selbst anpacken.“

Am Ende teilte er Lob aus an die Ehrenamtlichen, ohne die „eine Gemeinde nicht existieren kann“. Außerdem ehrte er 47 Bürger für besondere Leistungen im sportlichen, musikalischen und beruflichen Bereich sowie für gute Schul- und Ausbildungsabschlüsse. „Der Wohlstand eines Volkes beginnt im Klassenzimmer“, sagte der Rathauschef, und: „Die Zukunft gehört den Tüchtigen und Gescheiten.“

Marlene Kadach

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