Ein neues Gesicht auf der Kinderstation: Elisabeth Amanfu (M.) aus Ghana mit Oberärztin Dr. Martina Kranz (l.), Kinderarzt Dr. Andreas Busse (r.) und Professor Joachim Martius (hinten) am Bett der zwei Monate alten Eva im Krankenhaus Agatharied. Foto: Andreas Leder

Nicht nur medizinisch eine andere Welt

Agatharied - Für einen Monat in eine andere Welt: Dr. Elisabeth Amanfu aus Ghana hospitiert im Oktober auf der Kinderstation im Krankenhaus Agatharied.

Zeitlich gesehen liegen nur sechs Flugstunden zwischen Ghana und Deutschland - medizinisch betrachtet unterscheiden die beiden Länder Welten. Dementsprechend überwältigt ist Elisabeth Amanfu (30) von ihren ersten Tagen im Landkreis. „Hier ist alles so modern“, stellt die junge Ärztin begeistert fest. Seit einer Woche ist sie nun auf der Kinderstation im Krankenhaus Agatharied. „Die Menschen sind alle sehr nett. Ich wurde von meinen Kollegen und den Eltern der kleinen Patienten wunderbar aufgenommen“, erzählt Amanfu erfreut.

Entstanden ist der für beide Seiten lehrreiche Auslandseinsatz durch den Tegernseer Kinderarzt Dr. Andreas Busse (61). Im März besuchte er im Auftrag der „German Rotary Volunteer Doctors“ (GRVD) das katholische Missionshospital in Eikwe, einem kleinen Fischerort an der ghanaischen Atlantikküste. Von hier aus versorgt das Krankenhaus einen Distrikt mit über 170 000 Menschen, 3000 Kinder kommen dort jedes Jahr auf die Welt.

Dass hier Hilfe angesagt ist, war ihm schnell klar. In der Heimat stieß er dabei auf offene Ohren: „Gemeinsam ist uns die Idee des Besuchs von Dr. Amanfu gekommen“, berichtet Busse. Die GRVD übernahm die Planung der Reise, das Krankenhaus Agatharied um den Ärztlichen Direktor Professor Joachim Martius und die Leiterin der Kinderstation, Dr. Martina Kranz, kümmerte sich um Unterkunft und Verpflegung der 30-jährigen Ghanaerin.

„Ich bin natürlich sehr dankbar für diese einmalige Gelegenheit“, sagt Amanfu. „Es ist sehr wichtig zu sehen, wie die Dinge in medizinisch besser ausgestatteten Ländern laufen.“ Dieses Wissen werde sie dann an ihre Kollegen in Ghana weitergeben.

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