Feuerwehr Irschenberg

Personalmangel trotz Neuzugängen

Irschenberg - Kommandant Tom Niggl ärgert sich über Wartezeiten bei Einsätzen, freut sich aber auf den Digitalfunk.

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Irschenberger Feuerwehr. Die Einsatzzahlen für die Kameraden waren hoch. Kommandant Tom Niggl ist mit dem vergangenen Jahr nicht zu hundert Prozent zufrieden. Erfreulich sei derweil der bevorstehende Digitalfunk.

Nur im Jahr 2013 gab es mehr Einsätze für die Irschenberger. 233 Mal wurde die Feuerwehr um Kommandant Tom Niggl alarmiert. Der Großteil davon – nämlich 205 – waren technische Hilfeleistungen. Beispielsweise bei einem Verkehrsunfall im Dezember, als ein Autofahrer gegen einen Bus geprallt war. „Das war ein markanter Einsatz“, sagt Niggl. Auch Sturm Niklas hielt die Feuerwehrler mit 17 Einsätzen auf Trab: In Wilperting mussten beispielsweise die Kameraden die Stände eines Ostermarkts am Wegfliegen hindern.

Auch 20 Brände galt es 2015 zu bekämpfen. Der größte darunter war der Brand auf einem Hof bei Niklasreuth. Der Kommandant ärgert sich auch über einige Vorfälle aus dem vergangenen Jahr. Bei einem Einsatz im August an einer Autobahnauffahrt war Öl ausgelaufen. Diesel und Hydrauliköl hatten sich vermischt und machten es schwierig, die Sauerei zu bereinigen. „Wir konnten das nicht freigeben und mussten sieben Stunden sperren“, erzählt Niggl. Die Feuerwehrler mussten lange warten, bis die Straße gereinigt war. „Das ist nicht Sache der Feuerwehr“, ärgert sich der Kommandant.

Erfreulicherweise konnte die Mannschaft der Feuerwehr Irschenberg drei Neuzugänge für den aktiven Dienst und sechs Neuzugänge für die Jugendfeuerwehr gewinnen. Damit beläuft sich die aktuelle Mannschaftsstärke auf 54 freiwillige Frauen und Männer. „Nichtsdestotrotz werden immer Jugendliche und Erwachsene gesucht, die helfen und der Freiwilligen Feuerwehr beitreten wollen“, betont Niggl. Er bat die Mitglieder bei der Hauptversammlung, verstärkt Werbung zu machen, um gegen den Personalmangel vorzugehen.

Um immer schnell und kompetent helfen zu können, wurden 2015 diverse Übungen und Lehrgänge absolviert. Auch die korrekte Fahrweise mit Einsatzfahrzeugen muss trainiert werden. „Das wurde mit Fahrsicherheits- und Blaulichttraining verinnerlicht“, erzählt Niggl.

Anschließend gab der Kommandant einen Ausblick für das laufende Jahr. „Es wird nun endlich der Digitalfunk auf die Feuerwehr Irschenberg zukommen“, erzählt er. 27 Personen hätten bereits eine Schulung erhalten. Die Kosten für die benötigten Geräte müssen zum größten Teil von der Gemeinde getragen werden. „Ein weiterer großer Posten werden unaufschiebbare Neubeschaffungen bei den Einsatzfahrzeugen bilden“, kündigt der Irschenberger Kommandant an.

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