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Philipp Lahm (l.) mit Petra Reindl und Franz Kroha von Sixtus auf der ISPO München.

Fußballer steigt bei Haushamer Unternehmen ein

Philipp Lahm & Sixtus: Marken-Hochzeit auf großer Bühne

München/Hausham - Bei Sixtus hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Am Donnerstag stellte der Haushamer Sportpflegeartikel-Hersteller auf der ISPO in München seinen neuen Gesellschafter vor: Philipp Lahm. 

Auf einmal gibt es am Stand von Sixtus einen Menschenauflauf. Neugierige Blicke, was da los ist. Ja, doch, das ist er, Philipp Lahm. Der Weltmeister und Kapitän des FC Bayern auf der ISPO. Schnell werden Handys gezückt, Fotos geschossen. Gemeinsam bewegt sich die Menschentraube rüber zur Forumsbühne in der Halle C1. Warum Lahm da ist? Egal. Wichtig ist nur: Er ist da.

Die Marke Lahm garantiert maximale Aufmerksamkeit, von der die Marke Sixtus profitieren soll. Und so ist es kein Wunder, dass der 31-jährige Fußball-Star im Mittelpunkt steht. Zuerst geht es natürlich um seinen gebrochenen Fuß („In zehn Tagen beginne ich mit dem Lauftraining“) und den Fehlstart der Bayern, ehe der Neustart mit Sixtus dran ist. Es gebe viele Parallelen zwischen dem Traditionsunternehmen und ihm, sagt Lahm. Heimatverbundenheit. Bodenständigkeit. „Das passt gut zusammen. Das Produkt muss stimmen.“

Das gilt auch für die Chemie zwischen dem bisherigen Alleingesellschafter Franz Kroha und Lahm. Man habe sich gleich gut verstanden, sagt der 54-jährige Chef des gleichnamigen Herstellers von Pharmapackungen aus Miesbach. Erste Gespräche habe es im Oktober vergangenen Jahres gegeben – man habe „schnell zusammengefunden“. Kein Wunder, denn Lahm sei ein „unglaublich positiver, sympathischer, ein unkomplizierter Mensch“, erklärt Sixtus-Geschäftsführerin Petra Reindl. Nun gehe es darum, die Fit-Produktlinie gemeinsam voranzubringen. Konzepte seien in Arbeit. Dabei geht es laut Reindl nicht nur um den deutschen Markt: „Etwa die Hälfte des Umsatzes machen wir im Ausland.“ Dort hätten die Geschäftspartner – vor allem in Italien und Belgien – begeistert auf den Lahm-Einstieg reagiert. Reindl weiß warum: „Er hat internationale Strahlkraft.“

Dass der Deal zustande kam, ist einem Sixtus-Mitarbeiter zu verdanken, verrät Lahms Manager Roman Grill – wie Sixtus ebenfalls in Hausham daheim. Der habe ihm vom neuen Wind seit Krohas Einstieg berichtet und geraten, die Firma doch mal anzuschauen. „Anfang 2014 habe ich mich mit den Verantwortlichen getroffen und gesehen, dass da etwas entsteht.“ Und dass Lahms Werte gut zu Sixtus passen. „Gesundheit, Sport, Aktivität – das kann Philipp glaubwürdig transportieren.“

Das findet auch Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind, der ebenfalls die Präsentation vor Ort verfolgt: „Lahm ist für Sixtus und Hausham ein Riesengewinn.“ Der Weltmeister sei bescheiden, angenehm und könne auch Hausham wirtschaftlich helfen. „Lahm“, sagt Zangenfeind, „ist eine Botschaft.“

Von Dieter Dorby

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