Erfrischung: Wasser marsch am Wegesrand.

So hat die Reichersdorfer Feuerwehr gefeiert

Irschenberg - Kirchenzug, Messfeier am Dorfanger, Festzug nach Neukirchen und wieder zurück zum Festzelt: Die Feier zum 125-jährigen Bestehen der Reichersdorfer Feuerwehr am gestrigen Sonntag glich einem Bekenntnis zur steten Sicherheit der Bevölkerung und zur Hilfe für in Not geratene Menschen und Tiere.

Auch bei den Feuerwehren ist die Zeit nicht stehengeblieben. In den Gründerjahren der meisten Wehren im ganzen Land war das Löschen von Bränden die ureigenste Aufgabe. Heutzutage stehen die technischen Hilfeleistungen bei jedweden Schadensereignissen oder verkehrsbedingten Unfällen an erster Stelle. Geblieben aber ist im Wandel der Zeit der Zusammenhalt, die gegenseitige Hilfe, die an den Ortstafel nicht haltmachende Kameradschaft.

Die Gemeinsamkeiten von Feuerwehrleuten und Christen stellte Pater Sebastian in seiner tiefsinnigen Predigt heraus. „Wachsamkeit und Hilfsbereitschaft: Diese Tugenden haben schon den Märtyrer Florian, den Schutzpatron der Feuerwehrmänner und -frauen ausgezeichnet“, sagte der Geistliche. „Im Vergleich dazu müssen Christen zuhören, mitleiden und Trost spenden können“, mahnte der Seelsorger. Und: „Was für den Feuerwehrmann die Sirene bedeutet, ist für den Christen sein Gewissen.“ Im Anschluss segnete er das Fahnenband des Patenvereins Miesbach, das Amine Türkmen an die Reichersdorfer Standarte heftete.

125-jähriges Jubiläum der Feuerwehr Reichersdorf

Jubiläum Feuerwehr Reichersdorf
Jubiläum Feuerwehr Reichersdorf
Jubiläum Feuerwehr Reichersdorf
Jubiläum Feuerwehr Reichersdorf
125-jähriges Jubiläum der Feuerwehr Reichersdorf

Mit welcher Melodie hätte der Zusammenhalt der vielen Feuerwehren besser vertont werden können, als mit der „Hymne der Freundschaft“? Die von Wolfgang Probst dirigierte Festkapelle aus Agatharied spielte dieses Bekenntnis zum Leitspruch der Feuerwehren eindruckvoll. „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr“, steht auf vielen Fahnenbändern. Diese prägten auch den Festzug. Die Mitglieder der weit 30 Feuerwehr-, Trachten-, Schützen- und Ortsvereine hatten am Dorfanger den Festgottesdienst mitgefeiert. Mit drei weiteren Musikkapellen sowie Kutschen und historischen Feuerwehrfahrzeugen ging es dann hinüber nach Neukirchen und dann wieder zurück Festzelt nach Reichersdorf, wo die Ehrengaben verteilt wurden und der Festtag gemütlich ausklang.

Am Montagabend (20 Uhr) gehen die Feierlichkeiten mit einem Kesselfleischessen mit der Obermüller Musikanten, den Mangfalltaler Goaßlschnalzern und dem Wiagsogschneidn zu Ende.

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