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Dicht bevölkert war das kleine Niklasreuth beim Reider Markt, der erstmals stattfand.

Reider Markt feiert Premiere

Ein Dorf zeigt sich von seiner schönsten Seite

Niklasreuth - Das kleine Niklasreuth erlebte am Samstag einen regelrechten Ausnahmezustand. Mit dem erstmals veranstalteten Reider Markt ist den Organisatoren ein Volltreffer gelungen.

Entlang der Dorfwirtschaft, der Kirche, des Feuerwehr- und des Gemeinschaftshauses war jeder Quadratmeter belegt. Nicht weniger als 72 Buden, Tische, Regale und sonstige Stellmöglichkeiten waren aufgebaut worden. Angeboten wurde alles, was gebraucht wird oder zu Weihnachten verschenkt werden kann. „Wir wollen unseren Besuchern die Attraktivität und Schönheit von Niklasreuth zeigen“, sagte Margarete Stöger, die den Reider Markt zusammen mit Traudl Stahl, Christiane Juffinger und Sixtus Juffinger organisiert hatte.

Schon allein das vielfältige und abwechslungsreiche Rahmenprogramm war den Eintrittspreis von einem Euro wert. In der Pfarrkirche und im Kindergarten wurde gesungen und musiziert, die Ministranten übernahmen die Kinderbetreuung. Resi Gasteiger hatte das neue Dorfmuseum aufgesperrt und erntete von den Besuchern wegen der vielen alten, aber immer noch gut erhaltenen Bilder, Geräte und Werkzeuge großes Lob. „Ich komme gerade aus Frauenried, da habe ich einem Brautpaar Gottes Segen erteilt“, sagte Josef Winkler, seien eigenen Worten zufolge Unruhestandspfarrer. Er wollte sich einen Besuch des Reider Markts keinesfalls entgehen lassen. Nach einer kurzen Begrüßung und einer Tasse Kaffee ging es weiter nach Miesbach zur Feier der Abendmesse. Auch Bürgermeister Hans Schönauer war vom guten Besuch und der gelungenen Organisation regelrecht begeistert. Sepp Stöger, Ehrenbürger der Gemeinde Irschenberg und ehemaliger Dirigent der Niklasreuther Musikkapelle, war freudig angetan.

Auf Durchreise waren sechs Trachtler aus Fischbachau in ihren kurzen Lederhosen. „Wir fahren nach Kematen zu einer Hochzeit, machen in Niklasreuth nur Zwischenstation“, sagten sie lachend. Am Abend wurde das leicht schneebedeckte Dorf ganz romantisch mit Fackeln und Kerzen erleuchtet – strahlende Gesichter bei den Verantwortlichen und auch bei den Besuchern.

Manfred Merk

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