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Ehre für treue Angler: Vorsitzender Stefan Moser (2.v.r.) zeichnet (v.l.) Peter Grundner, Stefan Weitl, Stanislaus Weiß, Marianne Käser, Franz Kalup, Gottfried Gerhardt und Anian Stadler für ihre langjährige Mitgliedschaft aus.

Bezirksfischereiverein wird 125 Jahre alt

Rekorde und Naturkatastrophen: Angler blicken zurück

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Miesbach - Was für ein Rekord: Seit 1894 kümmert sich der Bezirksfischereiverein Miesbach-Tegernsee um das höchste bewirtschaftete Gewässer Deutschlands: den Soinsee. Jetzt stand ein Jubiläum an.

So manche Gegenströmung musste der Bezirksfischereiverein Miesbach-Tegernsee in seiner 125-jährigen Geschichte überwinden. Zehn Mal hat eine Verschmutzung den gesamten Fischbestand in der Schlierach ausgelöscht, erinnert sich der Vorsitzende Stefan Moser. „Und zehn Mal haben wir ihn wieder aufgebaut“, sagt Moser. Umso erfreulicher, dass die Mitgliederzahl von solchen Einbrüchen verschont geblieben ist. Warfen 1900 noch 100 Fischer den Haken aus, sind es heute stolze 550, darunter 38 Jugendliche. Gut die Hälfte davon feierten nun im Waitzinger Keller in Miesbach das 125-jährige Jubiläum ihres Vereins.

Trotz der stetig ansteigenden Zahl an Anglern muss niemand um einen Platz am Ufer kämpfen. Über die Jahre hat sich der Bezirksfischereiverein immer mehr Gewässer gesichert. Am Soinsee fing 1894 alles an. „Das ist bis heute der höchste bewirtschaftete See in Deutschland“, erzählt Moser stolz. Und bis heute kümmert sich sein Verein um die Bestände. 1931 kam dann der erste Abschnitt der Schlierach von Agatharied bis Miesbach dazu, 1953 der Bereich bis zum Schliersee.

Eine Laune der Natur verhalf den Fischern drei Jahre später zu ihrem zweiten See. Ein Hangrutsch am Brenten in Hausham staute den Tiefenbach auf und schuf damit den Loidlsee. Weitere zehn Jahre später streckte der Verein erstmals seine Angelruten in Richtung Tegernseer Tal aus und sicherten sich einen Abschnitt der Mangfall in Gmund. Ein Bereich in Thalham kam 1968 hinzu. Seit 1971 bewirtschaften die Bezirksfischer gemeinsam mit dem Fischereiverein Schliersee den Schliersee und den Spitzingsee. Erst vor zwei Jahren gelang dann der Lückenschluss an der Schlierach. Damit ist diese bis zur Mündung in die Mangfall komplett in Händen des Vereins.

So sehr sich die Fischer über ihre Vielzahl an Gewässern freuen: Sie machen auch jede Menge Arbeit. Bis heute kämpfen die Angler um das Überleben der Äsche. „Bei einem massiven Kormoraneinfall wurden fast alle aufgefressen“, erzählt Moser. Zwanzig Jahre ist das her. Bis heute ist die Äsche für Angler gesperrt. Aktuell setzt der Gänsesänger der ohnehin dünnen Population weiter zu. Doch die Fischer geben nicht auf. Das würde auch gar nicht zu ihrer langen Geschichte passen.

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