Ruhigere Töne schlug Pianist Friedrich Stimmer in Martin’s Bar an.

Musiknacht Miesbach

Wo Rockbands und Harfen begeistern

Miesbach - Sechs Orte, mehr als 20 Musikgruppen, rund 1300 Zuhörer: Die Premiere der Miesbacher Musiknacht ist durchweg gelungen. Die Bandbreite reichte von Klassik bis Rock.

Zum 900. Geburtstag hat sich die Stadt Miesbach in diesem Jahr einiges einfallen lassen. Ein besonderes Glanzlicht für alle Musikbegeisterten ging am Samstagabend in der Kreisstadt über die Bühne. Organisator Hans-Georg Hering versammelte dazu über 240 Musiker, die an verschiedenen Orten im Stadtzentrum mit Live-Musik begeisterten. Bereits die Eröffnung des Abends im Waitzinger Keller versprach einiges: 78 Harfenspieler läuteten die erste Musiknacht in Miesbach mit einem eindrucksvollen Klangerlebnis ein. Danach konnte sich jeder Besucher sein eigenes Programm zusammenstellen.

Ruhigere Töne schlug Pianist Friedirch Stimmer in Martin's Bar an.

An sechs Orten spielten mehr als 20 Musikgruppen und Solisten - hauptsächlich aus Miesbach - alles von Klassik, Jazz, Rock, Folklore und Volksmusik bis hin zu Mundart und Partymusik. „Ich bin ergriffen und begeistert, dass diese tolle Idee so perfekt umgesetzt wurde. Die Stadt Miesbach ist einfach ein tolles Team“, begeisterte sich Bürgermeisterin Ingrid Pongratz zum Auftakt.

Auch die Volksmusik kam nicht zu kurz: Im Trachtenheim spielte unter anderem die Marienplatzmusi.

Gemütlich und bodenständig ging es in der Trachtenhütte zu, in der bei Brotzeit und Bier bayerische Volksmusik geboten war. Die Marienplatzmusi, Pfluftl, die Miesbacher Musikanten und der Musikverein Miesbach ließen hier das Herz der Volksmusikliebhaber höher schlagen. Parallel dazu herrschte ein reges Kommen und Gehen im Waitzinger Keller, wo gleich auf drei Bühnen gespielt wurde. Während der große Saal bei den Rainbow Gospel Voices voll besetzt war, drängten sich die Besucher im Gewölbe zusammen, um den Auftritt der Big Band des Gymnasiums Miesbach nicht zu verpassen. Bei nahezu allen Konzerten im Waitzinger Keller waren sämtliche Plätze besetzt, und die Begeisterung des Publikums war enorm. Bis nach Mitternacht konnte bei Wein und Bier dem Orchester des Chor- und Orchestervereins, dem Kammerchor des Gymnasiums, dem Chor Dissonanzen und dem JazzChor Miesbach im Saal gelauscht werden. Die Singvereinigung, das Trio Tinabuli, das Trio Vario und Kreuzberg sorgten für lockere Stimmung im Gewölbe. Gleich nebenan drängten sich die Besucher zu den Jungen Harfen Miesbach, den Dos Hombres, Nua Mia und dem Tri-Jo.

Etwas ruhiger ging es in Martin’s Bar zu, in der man bei Cocktails und Knabbereien den Klavierstücken von Friedrich Stimmer oder Bernd Stahuber, den Harfenklängen von Stefanie Polifka oder dem Harfen- und Saxophon-Duo WisAWis lauschen konnte. Im Kulturhaus zur Goldenen Parkbank war vor allem die jüngere Generation stärker vertreten, die den ehemaligen Haindlkeller schnell in ein großes Party-Areal verwandelte. Bis spät in die Nacht hinein feierten die Besucher mit den Musikern der Bands Hotline, Föhnsturm, Educated Bums, BustAMove und schließlich mit Dj’s.

Bei rund 1300 verkauften Karten fällt das Resümee der Veranstalter durchweg positiv aus. Zwar konnte wohl kaum einer die ganze Bandbreite des Angebots mitnehmen, aber für jeden Geschmack war etwas dabei.

Carolin Attlfellner

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