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Satteldach oder Dachterrasse? Rat stellt sich gegen Bürgermeister

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Irschenberg – Eine Änderung in einem bereits verabschiedeten Bebauungsplan missfiel Irschenbergs Bürgermeister Hans Schönauer. Doch er stieß auf Gegenwind.

Ein Antragsteller, der in der Breitensteinstraße ein Haus plant, möchte zum einen gern um rund einen Meter höher bauen, um ein drittes Vollgeschoss nutzen zu können. Zum anderen will er die Garage statt mit einem Satteldach mit einem Flachdach versehen und darauf eine Terrasse unterbringen.

Der Architekt, der den Bebauungsplan aufgestellt hat, sei gegen diese Änderungen, erklärte Geschäftsführer Josef Bögl vorab. Sie würden dem Baustil in der Region widersprechen. Franz Nirschl (FW Irschenberg-Reichersdorf) ergriff dennoch Partei für den Antragsteller. „Wenn ums Haus herum so wenig Platz ist, dann ist es doch sinnvoll, die Fläche auf der Garage zu nutzen.“ Hans Maier (FDP/AB) hatte auch Verständnis für den Wunsch des Bauherrn nach einem dritten Vollgeschoss: „Höher zu bauen, spart ja auch neue Flächen.“ Der Bürgermeister monierte nun, warum solche Hinweise nicht vor der Verabschiedung des Bebauungsplans gekommen seien.

Doch auch Dritter Bürgermeister Hans Nirschl ( FW Irschenberg-Reichersdorf) unterstützte das Anliegen. Zwar nicht den Wunsch nach mehr Höhe, aber die Nutzung des Garagendachs. „Das gibt eine wunderschöne Terrasse.“ Gegen fünf Stimmen entschied das Gremium, dass die Höhe des Hauses gleich bleiben muss, das Flachdach aber in Ordnung geht.

cmh

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