Die Alperie in Neuhaus mit ihrem markanten Garten.
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Soll weiter wachsen: Die Alperie in Neuhaus mit ihrem markanten Garten hat zwar unvermittelt geschlossen, doch in ein paar Wochen geht es weiter.

Ende November geht’s weiter

Alperie macht Pause - Eigentümer nehmen Betrieb in die eigenen Hände

Die Lage an der Bundesstraße ist bestens, die Optik auffällig. Doch Knall auf Fall hat die erst heuer im Sommer eröffnete Alperie in Neuhaus dicht gemacht. Zwar ist der bisherige Betreiber raus. Doch mit der Eventlocation soll es weitergehen.

Neuhaus – Es war ein rekordverdächtiger Start, den die Alperie hinlegte. Mitten im Corona-Lockdown im Mai behandelte der Schlierseer Bauausschuss den Antrag zur Erweiterung der Gastfläche am früheren Restaurant Sachs. Noch während der Biergarten angelegt wurde, eröffneten Marco Lehnert und seine Freundin Nici Forst sowie die Geschwister Fabian und Sebastian Langguth, deren Familie das Anwesen gehört, das Restaurant wieder.

Wege der Geschäftspartner trennen sich

„Anfangs sollte das nur ein Pop-up-Biergarten für drei oder vier Monate sein“, sagt Lehnert, der mit seiner Crewlove GmbH für die Bewirtung zuständig war. „Das hat dann aber schnell eine Eigendynamik entwickelt.“ Doch er und die Langguths lebten sich offenbar auseinander. Lehnert spricht davon, dass seitens seiner Geschäftspartner „Zusagen zur Finanzierung nicht eingehalten wurden“. Im Ergebnis ging seiner Gesellschaft das Geld aus. Um weiteren Schaden abzuwenden, musste die Alperie zusperren.

Ende November geht es weiter

Die Geschwister Langguth sehen die Entwicklung etwas anders. „Wir haben schon im Sommer abgesprochen, dass die Eigentümer das wieder in die eigenen Hände nehmen“, sagt Sebastian Langguth. Tatsächlich haben die Brüder schon im September die Alperie GmbH gegründet, mit der sie noch einiges vorhaben. Unweit der Gaststätte sanieren sie zum Beispiel gerade ein altes Gebäude, bauen Ferienwohnungen. Und auch für die Alperie gibt es konkrete Pläne. „Wir machen jetzt quasi einen längeren Betriebsurlaub und werden Ende November wieder eröffnen.“ Dann soll es auch einen kleinen Adventsmarkt geben, der an den Wochenenden geöffnet hat, „und auch für Silvester lassen wir uns gerade was einfallen“, sagen die beiden. Das angestellte Personal inklusive der beiden Azubis werde ebenfalls übernommen. Eigene Info-Kanäle wie Homepage und Social-Media-Auftritte müssen der Bariton (Fabian) und der Kräuterpädagoge (Sebastian) noch aufbauen. Dann aber möchten sie zügig weitere Details veröffentlichen.

Eventlocation in Neuhaus soll noch viele Jahre Freude machen

Ganz anders als die anfängliche Pop-up-Idee soll die Alperie etwas sehr Dauerhaftes sein, „etwas, an dem man viele Jahre Freude hat“ (Sebastian Langguth), ein Treffpunkt, eine Anlaufstelle für die Neuhauser.

Auch wenn sich die Wege der einstigen Geschäftspartner nun anders und schneller trennen als geplant und sich womöglich auch Anwälte mit der Causa befassen werden, vermitteln beide Parteien den Eindruck, keinen Groll aufeinander zu hegen.  

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