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Der scheidende Geschäftsführer und sein Nachfolger: Hans Kemenater (r.) beerbt Slyrs-Mitbegründer Anton Stetter. 

Bisheriger Prokurist übernimmt

Anton Stetter gibt Slyrs-Geschäftsführerposten ab

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Er ist Mitbegründer der Slyrs-Destillerie und war bislang auch Geschäftsführer - jetzt hat Anton Stetter seinen Posten abgegeben. An den bisherigen Prokuristen Hans Kemenater. 

Schliersee – Er ist der neue Mann an der Spitze von Slyrs. Ein Eigengewächs mit jahrelanger Erfahrung im Betrieb. Der Wunschkandidat. Der bisherige Prokurist Hans Kemenater beerbt Mitbegründer Anton Stetter als Geschäftsführer der Schlierseer Destillerie. Der 55-Jährige hat seinen Posten, den er im April dieses Jahres interimsweise von Thomas Flothmann übernommen hatte, abgegeben.

Der Grund: „Ich habe vielerlei andere Verpflichtungen“, sagt Stetter. Erhalten bleibt er der Firma weiterhin – jedoch in anderer Funktion. Als Mitinhaber und Hauptgesellschafter. Dadurch dass Stetter zudem als Geschäftsführer bei der Edelbrandmanufaktur Lantenhammer tätig ist, die Vertrieb und Marketing für Slyrs-Produkte übernimmt, wird es auch in der täglichen Arbeit weiter Berührungspunkte geben. Aber: „Es wird zunehmend weniger.“

Auch, weil mit Kemenater der ideale Nachfolger in den Startlöchern steht. Laut Stetter ein echtes „Lantenhammer-Kind“. Im Jahr 1999 begann der gebürtige Tegernseer seine Ausbildung in der Edelbrandmanufaktur, 2010 legte er erfolgreich die Prüfung zum Destillateurmeister am Institut für Gärungsgewerbe und Biotechnologie in Berlin ab. Seit 2014 gehört Kemenater zudem der Fachjury für die renommierten World Whisky Awards in London an. Und auch innerhalb der Slyrs-Destillerie kennt er sich aus wie kaum ein anderer. „Er ist schon bei der Gründung 2006 mitgewechselt“, erzählt Stetter. Seit 2007 leitet Kemenater die Destillerie.

Für den Posten des Geschäftsführers würde das alles wohl trotzdem nicht reichen. Kemenater aber hat vorgesorgt und im Frühjahr dieses Jahres sein BWL-Studium abgeschlossen. „Er ist ein kompetenter Geschäftsführer“, sagt Stetter. Grund genug für die Gesellschafterversammlung, ihm das Vetrauen zu schenken.

Stetter hat seinen Posten mit einem „guten Gefühl“ übergeben. Was für den bisherigen Geschäftsführer eine Erleichterung ist, weil er dadurch etwas kürzer treten kann, ist für Kemenater eine Herausforderung: „Jetzt schlagen alle Probleme bei ihm auf“, sagt Stetter. „Er muss jetzt alleine schwimmen.“

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