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Mögliche Entwicklungsbereiche: Mit Ideen für die Ortsmitte haben sich in Schliersee schon viel befasst. Nun kommen Entwürfe von Architektur-Absolventen der TU München zu. Diese haben über die Verdichtung und Neustrukturierung der Ortsmitte nachgedacht. Eine Ausstellung in der Vitalwelt zeigt eine Auswahl der Entwürfe.

Diskussionsrunde in der Vitalwelt

Architektur-Studenten zeigen frische Visionen für die Ortsmitte

Nach jahrelangem Stillstand kommt nun etwas Schwung in die Diskussion um die Zukunft der Schlierseer Ortsmitte. Architektur-Studenten stellen in der Vitalwelt ihre Entwürfe vor.

Schliersee – Nach jahrelangem Stillstand kommt nun etwas Schwung in die Diskussion um die Zukunft der Schlierseer Ortsmitte – allein schon, weil die Gemeinde selbst mit dem Bau des Kindergartens als Anbau ans Heimatmuseum einen ersten erkennbaren Schritt gegangen ist. Nun kommt eine Ideensammlung auf den Tisch, die auf Abschlussarbeiten von Architektur-Studenten fußt. Die Ausstellung einer Auswahl von Entwürfen ist von Freitag, 23. Februar, in der Vitalwelt zu sehen. Die Vernissage beginnt am Abend zuvor und beginnt um 19 Uhr. Und auch die Bürger können ein Wort mitreden: Am Donnerstag, 8. März, findet im Restaurant Charivari eine Diskussionsrunde mit Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer statt. Im Vorfeld dazu können die Schlierseer Fragen und Anregungen beim Rathaus einreichen.

Es hat doch etwas gedauert, bis Schnitzenbaumer den Gemeinderatsbeschluss umgesetzt hat. Der erste öffentliche Anstoß war von Michael Dürr (PWG) gekommen. Der hatte im Gemeinderat beantragt, die bestehenden Vorschläge für eine neue Ortsmitte öffentlich auszustellen. Schnitzenbaumer wollte diesen das große Ortsmitte-Modell hinzugesellen, das am Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren der Technischen Universität München entstanden ist. Die dortigen Absolventen hatten sich ausführlich mit Planungen für das Bauen im ländlichen Bereich beschäftigt (wir berichteten). In Anlehnung an die Ideen zur Gartenstadt entstanden Entwürfe zur Verdichtung und Neustrukturierung der Ortsmitte Schliersee und dörflichen Erweiterung in Wörnsmühl.

Die TU hat Schliersee als Kooperationspartner gleich mit ins Boot geholt. Ausstellungskonzept und Organisation kommen von Mauritz Lüps vom Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren. Er wir die Aufgabenstellung der Abschlussarbeiten erläutern. Einführende Worte vom von Lehrstuhl-Inhaber Professor Florian Nagler. Zudem ist geplant, dass zwei bis drei Entwürfe detaillierter präsentiert werden.

Die Ausstellung ist bis Montag, 12. März in der Vitalwelt zu sehen, werktags von 8.30 bis 18 Uhr, am Wochenende von 9 bis 13 Uhr. Gezeigt werden Plakate, Einzelmodelle zu den Entwürfen, Detailmodelle sowie zwei große Umgebungsmodelle von Schliersee und Wörnsmühl.

Wie berichtet, befasst sich Schliersee schon seit Jahren mit der Zukunft der Ortsmitte. Zentrale Entwicklungsstellen aus Sicht der Gemeinde sind das alte Schulhaus mit dem Heimatmuseum nebenan, die Parkplätze am Bahnhof (Garten-/Werner-Bochmann-Straße) und die Tennisplätze neben der Vitalwelt.

Von Daniel Krehl

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