+
In eine Villa in der Stolzenbergstraße in Schliersee-Neuhaus ziehen bald 20 Flüchtlinge.

Schlusslicht Schliersee genehmigt Unterkunft

20 Asylbewerber kommen in Neuhauser Villa

  • schließen

Schliersee - Bisher kann die Gemeinde keine einzige größere Flüchtlingsunterkunft vorweisen. Jetzt bietet ein Privatmann seine Villa in Neuhaus an. Das Landratsamt ist interessiert.

Was die Unterbringung von Flüchtlingen anbelangt, hat sich Schliersee bislang vornehm zurückgehalten. Bis auf die sechs unbegleiteten minderjährigen Ausländer in Neuhaus wohnen nur einzelne Asylbewerber verstreut in der Marktgemeinde. „Wir haben da noch die rote Laterne im Landkreis“, sagte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) nun im Bauausschuss. Das soll sich ändern. Mit 6:1 Stimmen hat das Gremium der Nutzungsänderung für ein Wohnhaus an der Stolzenbergstraße in eine Unterkunft für Asylbewerber zugestimmt. 

Der Eigentümer darf dieses damit an den Landkreis vermieten. Maximal zwanzig Flüchtlinge sollen in dem zweigeschossigen, insgesamt 384 Quadratmeter großen Gebäude aus den 1960er-Jahren unterkommen, gab Bauamtsleiterin Birgit Kienast bekannt. Weil die Villa über mehrere Bäder verfüge, sei sie aus Sicht des Landratsamts gut für die Beherbergung von Asylsuchenden geeignet. Auch Bürgermeister Schnitzenbaumer plädierte für die Nutzungsänderung: „Endlich haben wir mal ein konkretes Angebot, mit der wir unserer Verpflichtung gegenüber dem Landkreis ein Stück weit näherkommen können.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schwestern verkaufen Hof - Vater, der da wohnt, weiß nichts
Zwei Schwestern haben ihre zwei Grundstücke samt Wohnhaus und Kapelle in Fischbachau verkauft. Ohne Wissen ihres Vaters, der da noch wohnt. Aber das ist noch nicht das …
Schwestern verkaufen Hof - Vater, der da wohnt, weiß nichts
Tölzer Landrat lästert über Miesbach-BOS - und Rzehak
Deutliche Worte aus Tölz: Unser Landrat soll sich gefälligst an die Kreidl-Absprachen halten. Die Miesbacher "Minischule" habe sowieso auf Dauer "keine Überlebenschance".
Tölzer Landrat lästert über Miesbach-BOS - und Rzehak
Landkreis gewinnt Öko-Wettbewerb - 70.000 Euro für Projekte
Umweltministerin Ulrike Scharf und Wirtschafts- und Tourismusministerin Ilse Aigner haben heute die drei Sieger des Wettbewerbs "Modellregion Naturtourismus" bekannt …
Landkreis gewinnt Öko-Wettbewerb - 70.000 Euro für Projekte
Trinkwasser: Fischbachauer wollen autark bleiben
Ein Trinkwasser-Notverbund rund um den Rohnberg: Diese Idee hätte Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner gerne untersuchen lassen. Doch sein Gemeinderat schickte die …
Trinkwasser: Fischbachauer wollen autark bleiben

Kommentare