Weiter Geduld brauchen Autofahrer an der Baustelle am Bahnübergang Westenhofen.
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Weiter Geduld brauchen Autofahrer an der Baustelle am Bahnübergang Westenhofen.

Vollsperrung ab Anfang September

Bahnübergang Westenhofen: Jetzt krempelt auch die Bahn die Ärmel hoch

  • Sebastian Grauvogl
    VonSebastian Grauvogl
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Die Bauarbeiten am Bahnübergang Westenhofen schreiten voran. Mittlerweile sind auch die von der Bahn beauftragten Firmen vor Ort. Autofahrer brauchen aber weiter Geduld.

Schliersee – Mittlerweile ist er weg, der Kameramast am Bahnübergang in Westenhofen. Anfang vergangener Woche sei er abgebaut worden, berichtet Ferdinand Klettner vom Ingenieurbüro Infra auf Nachfrage unserer Zeitung. Positive Auswirkungen auf den Verkehrsfluss habe dies aber nun nicht mehr. „Dafür ist es jetzt zu spät“, sagt Klettner. Wie berichtet, stand der zur Schrankenanlage gehörige Mast in den ersten Wochen der Baustelle einer Verbreiterung der Behelfsfahrbahn im Weg, sodass diese nur einspurig war und lange Staus durch die Ampelschaltung auf der B307 verursachte. Im jetzigen Stadium brauchen die Baufirmen selbst den Platz, um die Arbeiten weiter voranzutreiben.

Daran ist nun auch die Bahn beteiligt. Montagmittag seien die vom Konzern beauftragten Unternehmen eingetroffen, berichtet Klettner. „Was sie genau tun, haben wir zuerst nicht gewusst.“ Auch unserer Zeitung gegenüber äußerte sich die Bahn trotz mehrfacher Nachfrage nicht mehr. Deshalb habe er einen Bauplan moniert, um die Auswirkungen auf den Straßenbau besser einschätzen zu können, so Klettner. Vor Ort wurde dann klar, dass die Firmen der Bahn die Fundamente für die neuen Signalmasten setzen. „Die reichen in eine Tiefe von drei Meter“, sagt der Bauleiter. Parallel würden Leerrohre für die Kabel verlegt, die auch die Straßenampel auf der nördlichen Seite der B 307 (beim Gasthof Prinzenweg) ansteuern werden.

Nordseite der B307 wird bis 22. Juli fertig - Vollsperrung ab Anfang September

Der Straßenbau konzentriert sich laut Klettner auch auf den Gehweg auf der Nordseite. „Wir hoffen, dass wir die Pflastersteine trotz Lieferschwierigkeiten rechtzeitig bekommen.“ Bis spätestens 22. Juli müssen – auch bahnseitig – die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann nämlich ist die Asphaltierung der Tragschicht geplant, bevor der Verkehr und Baustelle quasi die Seiten tauschen. Auch dann sollten sich Autofahrer aber keine Hoffnung mehr auf eine zweispurige Fahrbahn machen. Die Fertigstellung auf der Südseite entlang des Bahnübergangs werde die gesamte Breite beanspruchen. „Wir müssen uns da richtig austoben können“, betont Klettner. Nur dann ist der Zeitplan zu halten, wonach in den ersten beiden Septemberwochen die Deckschicht unter Vollsperrung der B 307 aufgebracht wird. Für diese Zeit, so berichtete der Schlierseer Geschäftsleiter Jörn Alkofer im Gemeinderat, werden man ein Umleitungskonzept erstellen müssen, damit zum Beispiel das Gewerbegebiet Breitenbach und der Campingplatz nicht abgeschnitten sind.

Von jetzt an soll es in Westenhofen peu à peu etwas besser werden, hofft Alkofer. Doch die nächste Engstelle droht schon. Nächste Woche beginnt die Umgestaltung und Erneuerung des Bahnübergangs in Neuhaus.

sg / dak

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